Mach´mal Pause!

Seit Monaten

denke ich fast unentwegt nach.

Seit Monaten

suche ich fast unentwegt nach Lösungen.

Ich bin emsig, fleißig und ziel:versessen.

Und doch entziehen sich mir die Lösungen.

„Kommen lassen“, einfach mal „kommen lassen“

satt unentwegt am Elf:Meter:Punkt zu verharren

in bang-konzentrierter Erwartung auf das alles entscheidende TOOOOORRRR!!!!!

Gehe heute an den Spiel:Feld:Rand und mache eine Pause!

Hoffentlich sehen mich der „innere Schieri“ und der „innere Trainer“ und der „innere Manager“ und der „innere Mannschaftsführer“ und das „innere Publikum“ nicht!!!

ich ich ich

Könnte es helfen, das ICH zwar wichtig zu nehmen, es gleichzeitig nicht zur Zentrale des Seins zu machen? Im ICH sind die Gedanken, die Erinnerungen, die Tagespläne, die Narben und Lebensziele. Im ICH bin ich beschäftigt mit täglicher Schadensbegrenzung, alles ist ausgerichtet auf: „zu erledigen!“ „heute wichtig“, „wartet schon ewig!“, „unbedingt einkaufen“, „warum wird das nicht besser?“, „wenn ich…dann…“ usw.
Im weniger wichtigen „zwar-auch-ich“ könnte es doch so sein, dass ich aus dem Moment heraus handele. Es könnte doch so sein, dass ich sanften Impulsen folge. Es könnte doch so sein, dass ich tausend Mal in Ruhe (durch-)atme am Tag.

Ich habe mich zu entscheiden über das Verhältnis von ICH und dem „zwar auch ich, aber viel kleiner-ich“. Folge ich dem großen ICH kann ich nicht gesund werden. So einfach ist das. Und so schwer. Es ist eine Wahl zu treffen über mein weiteres Leben. Diese Wahl beginnt in diesem Augenblick. Und in jedem weiteren Augenblick.