Haushalts:ZEN 20 – nie fertig!?

Haushalt ist stets im Übergang begriffen!
Haushalt ist stets im Übergang begriffen

Entspannung darf beginnen, wenn die Spülmaschine läuft, wenn die Wäsche verräumt ist und der Tisch abgewischt. Die Entspannung wohnt zwischen „danach“ und „davor“ auf einem dünnen Ast.

Haushalts:Zen hört die Geräusche des Staubsaugers mit feinem Ohr. Haushalts:ZEN folgt der Bewegung des Wischlappens mit feinem Auge. Haushalts:ZEN riecht die Frische des poliertes Tisches mit feiner Nase. Haushalts:ZEN schmiegt sich in die frisch gewaschene Bettwäsche mit feiner Haut.

Mit tiefer Gelassenheit überblicke ich die Felder aus Ordnung, Unordnung und Übergängen. Sie sind. Ich bin. So sei es.

Haushalts:ZEN 18- Tassen

Tassen kann ich einkaufstechnisch nicht widerstehen. All´die Farben, all´die Formen, all´die Henkel und Dekore, die Jahreszeiten! Ich liebe es, wenn sich meine Seele in der Tasse spiegelt, weil es genau meine Farbe ist oder genau mein Ornament. Motto:Tassen sind Teil meines spirituellen Wachstums. Obendrauf noch die liebevoll geschenkten Tassen!

Gründe für einen kontinuierlichen Nachschub finde ich immer. Ein selbst auferlegter Tassen:Einkaufs:Stopp wird durch die unabwendbare Notwendigkeit, die Rosentasse zu besitzen, ausgehebelt und unterwandert.

Von fremden Mächten ferngesteuert wird das Regal der Tassen in regelmäßigen Abständen wegen Überfüllung geschlossen. Die Frage, wieviele Tassen ich brauche, bleibt mir unbeantwortbar. Zwei pro Haushaltsmitglied und ein paar Gästetassen, so könnte eine Tassen-Mathematik aussehen.

Mir bleibt die Entrümpelungs:Technik: für ein Neues geht ein Altes raus. Das kann ich umsetzen. Die Sehnsucht nach einer Tasse im genau richtigen Blauton oder dem Sternenmuster, das weihnachtlich verzaubert, nein, daran kann ich nichts ändern. Tassen sind mein tägliches Wunder!

Haushalts:ZEN 9 – die Schlüssel

Schlüssel sind Öffner für Häuser, Zimmer, Teilhabe und Verantwortung.

Mein Schlüsselbund ist mir schwer geworden. Es hängt zuviel dran. Klar, es ist praktisch, alles stets bereit zu haben. Gleichzeitig ist es eine tägliche Last.

Heute reduziere ich meinen gewichtigen Schlüsselbund, der mich an viel zu viel bindet, auf das mir selber wichtige Minimum, – das sind nur drei Schlüssel, plus einen Schlüsselanhänger. Fertig.

Gehe zur Tür hinaus und bin erschrocken über die Leichtigkeit!

Haushalts:ZEN

Was ist Zen? Der Begriff „Zen“ leitet sich vom Sanskrit ab und bedeutet „Meditation“ oder „Versenkung“. Wir versuchen, im gegenwärtigen Augenblick präsent zu sein, sei es bei der Zen-Meditation in der Konzentration auf die Haltung und Atmung, sei es bei allen anderen Tätigkeiten des Alltags. Der Schüler fragte den Meister, was den Meister von ihm unterscheide. Der Zen-Meister entgegnete ihm: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Der Schüler erwiderte: „Aber das mache ich doch auch.“ Der Zen-Meister antwortete:“Wenn Du gehst, denkst Du ans Essen und wenn Du isst, dann denkst Du ans Schlafen. Wenn Du schlafen sollst, denkst Du an alles Mögliche. Das unterscheidet uns.“

Quelle: http://www.meditation-zen.org/de/meditation-stuttgart
Inmitten lauter Bäume geht ein Licht auf!

Seit einiger Zeit erlebe ich im Alltag, dass ich andere Haltungen einnehme oder andere Entscheidungen treffe, als bisher. Das Äußere spiegelt das Innere und umgekehrt. Beginne heute mit einer Suche nach meinen persönlichen Haushalts-ZEN-Momenten. Ob das wirklich mit ZEN zu tun hat, darf gewiss in Frage gestellt werden.

Bin geprägt in einer Zeit mit dem Merk:Satz, dass das Private politisch sei. Das empfinde ich weiterhin als vollkommen richtig. Die mutmaßliche Banalität, ob es einen neuen Receiver gibt, ist viel MEHR als es zunächst den Anschein hat.

Haushalts:ZEN 10 – die Marmeladen

Haushalts:ZEN

Im Keller türmen sich leckere, selbstgemachte Marmeladen. Es sind (mir) zuviele geworden.

Jedes Jahr gibt es wohlschmeckende frische Früchte. Erdbeeren, Kirschen, Mirabellen und Äpfel. Ich fühle mich in einer Ernte- und Einmach:Pflicht. Im Laufe der Jahre ist das Verhältnis von Ernte und Bedarf aus der Balance geraten. Dieses Jahr koche ich keine Gelees und Konfitüren ein. Ich lebe aus dem Vorrat heraus. Verbrauche das Vorhandene. Das schenkt eine überraschende Freiheit. Es ist genug für alle da. Im nächsten Jahr wird es gute Gründe geben, frisch einzumachen!

Fällt mir nicht leicht, die vertrauten Marmeladen:Wege zu verlassen.