46: Veränderungen nicht fürchten

Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE, Kapitel 46

Blüten werden auf der ganzen Welt geliebt, Kirschblüte. Mandelblüte. Apfelblüte.  Löwenzahnblüte. Gerade die Blüte ist magisch schön und sehr kurzlebig. Möchte ich Holunderblütengelee kochen, habe ich auf die Natur zu achten, auf den richtigen Zeitpunkt. Möchte ich zur Mandelblüte in die Pfalz fahren gilt das ebenfalls. Eine Woche zu spät ist eine Woche zu spät.

Interessant ist, dass wir Blütenpracht genießen können, ohne zu lamentieren, sie sei zu kurz oder zu fordern, sie solle ewig andauern. Wir wissen, dass nach der Blüte die Reifung erfolgt und danach die Ernte. Und danach die Ruhe. Vom Jahreskreis kann ich lernen.

Aktuell geschehen zahlreiche Veränderungen in unserem kollektiven Leben. Ich norde mich jeden Morgen neu ein. Es ist wie es ist. Es gibt Chancen und Schönheiten. Ich brauche mehr denn je meinen Optimismus, meine Kreativität, meine Phantasie und mein Durchhaltevermögen. Darüber verfüge ich, die kann ich täglich zum Blühen bringen.

von der Zuversicht

Zuversicht bedeutet: festes Vertrauen zu haben,

daß etwas gut wird oder sich zum Gutes wendet.

Diese Haltung ist nur möglich,

wenn man daran glauben kann,

wenn das Zutrauen in sich selber groß genug ist,

wenn man auf ein profundes Vertrauen zurückgreifen kann.

Ist die die Sicht zu(gestellt), ist Vor:Sicht geboten. Aus Zuversicht einen Steg über den Gefühls:Morast zimmern? Kann ich das?

Setze ich mal voraus, dass ich die Tugend der Zuversicht kultivieren möchte/kann, was würde ich dann tun?

Dieser Antwort kann ich mich nur nähern, indem ich über das Gegenteil eine Verbindung herstelle. Wenn sich Bedenken und Zweifel breit machen, wäre ein perfekter Moment, Zuversicht ins Spiel zu bringen. Auch wenn ich nicht glaube und hoffe, schlage ich mich auf die Seite einer zuversichtlichen Haltung: „es wird schon gut werden!“