Reha:Schnack – Strandtraining

Das Bewegungsangebot für Outdoor staffelt sich nach Leistungsgruppen.

„Strand:Gym“ hört sich nett an.

Doch als ungeübtes Landei habe ich das Gefühl bei „Jugend trainiert für Olympia“ gelandet zu sein.

Jaspernd murmele ich in Richtung Trainerin „hab‘ Hüfte“ und entferne mich rückwärtsgewandt vom Unterricht.

Hinter der ersten Düne gebe ich Fersen:Geld und liefere mir ein gemeinschaftliches Weg:Rennen mit zwei Karnikeln.

Überprüfe meinen Therapie:Plan nach günstigeren Angeboten für mich.

„Tippeln ums Haus!“ oder „Wir reden mal über Strand:Gym!“ gibt es nicht, also heißt mein nächster Termin Nordic Walking 2.0

Das ist bestimmt toll….

NUR HEUTE: Ausverkauf im Wahrheitengeschäft

Viel zu lange kaufe ich im Geschäft der fremden Wahrheiten ein.

Etiketten, die mich klein machen.

Preise, die mich ausbeuten.

Einkaufstaschen, die mir den Rücken krümmen.

Solange ich im Wahrheiten:Geschäft der Anderen einkaufe, gleichgültig, welche Namen sie tragen (z.B. „Kindheit“, „Kind-Ich“, „Ehepartner“, „Arbeitsplatz“, „Nachbarn“) werde ich stets die gleiche Last nach Hause tragen.

Ist es nicht an der Zeit, mein Ich:Geschäft zu eröffnen? Hier mein Business-Plan:

ein helles, weitläufiges Haus mit Garten in Meeresnähe. Der Laden ist gefüllt mit Zauberprodukten, Seife, Weine, Stoffe, Briefpapier usw. Es gibt eine Käsetheke, eine Lesecouch, eine Cocktail-Bar.

Als Ich-Geschäftsführerin sehen meine Tage so aus:

6.00 Uhr von der Sonne geweckt, Bad im Meer, Frühstück am Stand.

9.00 – 12.00 Uhr präsentiere und verkaufe meine Waren im Ich:Laden

12.00 – 15.00 Uhr Mittagessen und kreative Siesta

15.00 – 18.00 Uhr werkeln, produzieren, schreiben, verhandeln, erbauen

18.00 Uhr zur Blauen Stunde mit anderen einen Sun Downer trinken und sich vom weiteren Verlauf des Abends überraschen und mitnehmen lassen.

22.00 Uhr ich begebe mich zur Nacht:Ruhe.