Trilogie zu Schuld


  1. Akt

Schuld ist kein Gefühl.

Es ist ein rückwärts gerichtetes Denken.

Die Gefühle dazu tragen andere Namen: Scham, Angst oder Traurigkeit.

Der Weg in die Freiheit ist, den Unterschied zu erspüren und eine Wahl zu treffen.

Entweder die nach Strafe+Sühne lechzenden rückwärts gerichteten Schuldgefühle oder für die eigene Verantwortung inklusive der Konsequenzen und einem furchtfreien Blick nach Vorne.

2. Akt

Lebenskunst entsteht, wenn es nicht um SchuldGEfühleGEdanken geht sondern um verANTWORTung,

wenn die nach ANTWORT sehnende Frage lautet: wie verwandele ich erlebtes Leiden und die innewohnenden Gefühle in etwas Klares & Starkes für mich?

Unrecht und Leid kann mir jederzeit zugefügt werden, ist nicht verhinderbar, nicht löschbar, nicht ignorierbar.

Die Wahl:Freiheit

entsteht in der ruhigen Fragestellung:

was ist mein Anteil?

Was tue ich, damit es besser wird?

Statt stumm-gekränkter Schuldigkeit schicke ich einen munteren Satz los:

„Dafür übernehme ich die Verantwortung“.

Tue ich das nicht, übergebe ich den anderen „meine schöne ICH-Insel“ und schwäche mich

3. Akt

In meinen Gedanken liegt die Freiheit in eine eigene verANTWORTung hineinzuwachsen.

Epilog

Keine Schuld mehr! Neue Fragestellungen! Sichere verANTWORTung!

Wortdrehereien oder: das habe ich nicht verdient!


Das hast du verdient!

Ja, das habe ich verdient.

Das geschieht dir recht!

Ja, das geschieht mir recht.

Das verdienst du nicht besser!

Ja, das verdiene ich nicht besser.

Das ist deine verdiente Strafe!

Ja, das ist meine verdiente Strafe.

Womit soll ich all´das verdient und verschuldet haben?

Kam doch ohne Schuld zur Welt.

Die großen Menschen suchten sich mich kleinen Menschen aus:

Das Lasten:Lager:Kind.

Verlor immer mehr das Recht

auf meine gefühlten und ausgesprochenen Gefühle.

DAS HABE ICH NICHT VERDIENT!!