47: Veränderungen bewusst wahrnehmen

Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE, Kapitel 47

Eine schöne Erklärung: das klösterliche Leben sei so streng geregelt, um alle besser Veränderungen wahrnehmen zu können. Im Lärm und Trubel und unentwegtem Improvisieren kann vieles untergehen.

Besonders in bewegten Zeiten ist es sinnvoll, sich auf geregelte Rituale zu besinnen, um Zeit für die Wahrnehmung der Veränderungen zu haben. Als hätte es Herr Masuno für die Pandemie geschrieben! Es ist wohl eher so, dass die Unruhe, die die Pandemie in so manchem „satten“ Leben auslöst, universell und stets wiederkehrend ist.

Ich empfinde das heutige Kapitel als hilfreich, Ruhe reinzubringen, um über Energie für die ständigen Anpassungen zu verfügen. „Alles beginnt mit der Wahrnehmung.“

Pandemie: her mit neuen Ritualen

…als wären wir von unserem bisherigen Leben „freigestellt“.

Das ist sehr viel Selbst:Verantwortung. Ohne den Halt des Arbeitsplatzes, ohne Sport, Musik und Religion im gemeinsamen Erleben. Ohne Restaurants und Clubs. Ohne Spielplätze und Krabbelgruppen.

Wir brauchen neue Rituale. Spaziergänge, neue Tv-Serien gucken, telefonieren/skypen. Wir können unsere Zimmer, Wohnungen und Häuser gründlich aufräumen, ohne dazu zu konsumieren.

Zu meinem Glück sind wohl die Bau:Märkte noch geöffnet.