Pandemie: leer und still

Wie oft sehnte ich mich vor der Pandemie nach Stille und Rückzug. Nun haben sich aber alle anderen zurückgezogen. SO habe ich das natürlich nicht gemeint.

Stille ist nur schön, wenn sie einen Kontrast zum Menschen:Lärm bildet.

Diese doppelte Stille von den anderen und von mir erzeugt Unbehagen. Der gemütliche Gang durchs Städtchen gleicht einer Tour de Force durch geisterhafte Kulissen.

Was freue ich mich, wenn die Menschen zurückkehren.

24x Adventskalender

https://diewirklichwichtigendingeblog.wordpress.com/2017/12/14/adventskalender-der-besonderen-art-ein-zwischenstand/

Es hat geklappt – finde 23 Menschen, die Lust haben, gemeinsam einen Adventskalender zu erstellen. Wie das geht, habe ich gefühlte 100x erklärt. Hier auf WordPress gibt es eine Bloggerin, die 2017 bei einem solchen Projekt mitgemacht hat, gerne in seiner Ausführlichkeit nachzulesen!

Meine Kurzfassung, wenn du Lust hast, einen 24-Menschen-Adventskalender auf die Beine zu stellen:

  1. Suche dir 23 Menschen, Nr. 24 bist su selber
  2. weise jedem Menschen eine Zahl der 24 Adventstage zu
  3. lege ein Preislimit pro Geschenk fest und einen Sammeltag Ende November und einen Ausgabetage Ende November
  4. jedeR bastelt, kauft, upcycelt 24 Mal ein identisches Produkt. Es ist nett zu verpacken und 24 Mal wird die zugewiesene Zahl draufgeklebt.
  5. wenn bei dir alle Geschenke bis zum Sammeltag angekommen sind, werden sie in entsprechend große Taschen/Schmuckbeutel verteilt. Es entstehen 24 identische Kalender!
  6. Beim Ausgabetag kriegen alle Beteiligten eine Adventskalendertasche.
  7. Frohen Advent!

Ideen: eine Süßigkeit, ein Gedicht, Blumensamen, Plätzchen, eine Serviette…

Es ist aufwendig zu organisieren, aber die Arbeit wird durch ein tiefes, fast seliges Vergnügen versüßt. Die Überraschung und Fest:Stimmung liegt darin, den Advent mit 23 Menschen zu teilen. zu wissen, dass diese Menschen z.B. alle am 11.12. eine rote Kerze auspacken. Es ist aufregend , kreativ und verbindend. Für mich ist es Weihnachten!

P.S. Dieses Jahr kann ich die Aktion leider nicht durchführen, aber ACHTUNG für Helga und Ingrid: ich bringe euch als kleinen Ersatz in den nächsten Tagen einen kleinen, selbstgemachten Kalender vorbei, den ihr wieder halbieren/teilen könnt.

Sperrgebiet Depression

 

Belebte Häuser, geöffnete Fenster.

Tische & Stühle unter Apfelbäumen.

Menschenlachen und Gläserklirren.

Ein depressives Unwetter zieht auf und hinterläßt Verwüstung.

Umzäunt nun das Land.

Auf Schildern steht:

„Hier haust die Depression. Betreten verboten“

 

Verminte Wege

ausgeplünderte Vorratsräume

erschöpfte Menschen.

Erschüttert stehe ich Tag um Tag am Zaun.

An den guten Tagen werfe ich „Samenbomben“ hinüber.

 

Wortdrehereien oder: das habe ich nicht verdient!


Das hast du verdient!

Ja, das habe ich verdient.

Das geschieht dir recht!

Ja, das geschieht mir recht.

Das verdienst du nicht besser!

Ja, das verdiene ich nicht besser.

Das ist deine verdiente Strafe!

Ja, das ist meine verdiente Strafe.

Womit soll ich all´das verdient und verschuldet haben?

Kam doch ohne Schuld zur Welt.

Die großen Menschen suchten sich mich kleinen Menschen aus:

Das Lasten:Lager:Kind.

Verlor immer mehr das Recht

auf meine gefühlten und ausgesprochenen Gefühle.

DAS HABE ICH NICHT VERDIENT!!