41: an einer gemeinsamen Zen-Sitzmeditation teilnehmen

Ach, Herr Masuno, sie ahnen nicht, wie gerne ich mal wieder an einer gemeinsamen Zen-Sitzmeditation teilnehmen würde. Oder mit vielen Menschen in einem Raum zu sein. Oder kräftig und falsch zu singen. Wir stecken in einer Pandemie und je nach Land, in dem man sich zu diesem Zeitpunkt befindet, gibt es neue Regeln, deren Ziel die so genannte Kontaktvermeidung ist. Digital gibt es viele Einladungen und Möglichkeiten! Digital ist leider ohne Atmosphäre, nur der Augensinn ist aktiviert.

Schreibe mir das Kapitel 41 auf meinen Wunschzettel! Lege ihn auf die Fensterbank heute Abend und hoffe, dass ein Engel ihn einsammelt.

Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE, Kapitel 41

16: einen kleinen Garten auf dem Balkon anlegen

Kapitel 16 Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE

Dazu müßte man einen Balkon oder sogar einen Garten haben! Es ist natürlich schön, wenn man in der Natur meditieren kann. Ein Baum, ein Stein, eine Wiese. Wer dazu keinen Zugang hat, kann sich auf dem Balkon die Natur en miniature nachbilden. Ob da wohl auch eine Zimmerpflanze reicht? Meditieren unterm Benjamini oder einem Bonsai?

Diese Tagesübung ist schön, doch wer kann sich einen solchen Platz erschaffen? Als Pragmatikerin sind meine Ideen: ein gutes Naturbild aufstellen/aufhängen, für frische Blumen in der Wohnung Sorge tragen, beim meditieren das Fenster geöffnet lassen.

Der Untertext der heutigen Übung weist in diese Richtung: „den Geist bilden, ganz gleich, wo man sich befindet.“ Ich sehe drei Aspekte in diesem Gedanken heute.

1. Meditieren, zur Ruhe sich sammeln geht überall.

2. sich einen „natürlichen“ Raum schaffen, mit den vorhandenen Möglichkeiten.

3. sich mit darum kümmern, dass die Natur, unsere gesamte Um:Welt zum meditieren einlädt.