mich leben

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

in meinen „Nö´s“, während alle anderen „JA!“ rufen?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

durchaus mal müde zu sein, während andere sich zum „iron man/woman“ anmelden?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

die Seelen:Brand:Siegel aus uralten Sätzen für ungültig erklärte?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

ohne fragwürdige Vergleiche anzustellen, die niemand gewinnen kann?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

statt mit einem transparenten, gerne übersehenen Tüchlein um Hilfe zu winken, mal zur Signalflagge greifen würde?

aufräumen

seit 2001 entrümpele ich

bin auf allen wellen geschwommen

simplify:fengshui:konmari

im äußeren weniger kram

im inneren weniger altlasten

es entsteht dennoch kein fertig:sein:punkt

„kein ende in sicht“

zugewinn in ordnung und struktur

zugewinn im täglichen „weniger ist mehr“

entlang des zeit:geistes

„offline is the new luxery“

„verzicht muss man sich leisten können“

„weniger fleisch, dafür bessere qualität“

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priviligiert und verarmt zugleich

entgegenstemmend und mitschwimmend zugleich

das „online“ & „offline“ einer modernen lebens:spirale

ein:halt


Halt geben können uns in erster Linie jene, die viel von uns halten.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Quelle: Ferstl, Zwischenrufe, 2000

HALT ist ein ungewöhnlich vielseitiges Wort, über das ich in diesen „verHALTenen“ Tagen nachdenke. HALT als Anweisung zum „inneHALTen“, einander HALT geben in überfordernden Tagen.

DurchHALTeparolen bekommen wir gratis und täglich. HALTende Worte, Umarmungen und Hilfsangebote ebenso. Danke dafür.

AusHALTen scheint die Option der Stunde, ebenso wie durchHALTen und standHALTen. Alles klingt verHALTEN. Unter VorbeHALT werden wir von unserem LebensinHALT und unserem HausHALT gehalten.

Vom Verlust

Wosinddieverlorengegangenen Tagewiederzufinden?

AufdemPlanetenderverlorenenTagetreffeichniemandenan.


Alles & alle

können verlustig gehen.

Autoschlüssel & Lebenssinn

Gesundheit & Zukunft

Freundschaft & Arbeitsplatz.

Töricht-menschlich zu glauben,

es gäbe einen Schutz vor Verlust

oder man wäre für den Verlust nicht erreichbar

Den letzten Verlust reißt für jeden der Tod.

Im Abhandenkommen fällt

ehemaliger Besitz

aus den Händen zu Boden.

Blank und verletzbar bis auf die Knochen.

Das „ohne…“ übernimmt das Sagen.

Nach dem Verlust

Es reicht zu atmen.

Es reicht zuzuhören.

Es reicht auszusprechen.

Es reicht auf Schönes zu sehen.

Es reicht den Wind zu fühlen.

Nach dem Verlust reicht es (noch) am Leben zu sein.

Der Ausweg

 Im Verlust versteckt sich LUST.

Die Lust beherbergt den Weg.

Zum Weitermachen, für einen Neuanfang,

zum Suchen und Aufräumen.

Zum Weiterleben. Zum guten Leben.

Zum Verzeihen und zum Friedenschließen.


1×1 des genauen Fühlens

Zur Auswahl an Gefühlen stehen:

so viele Wörter wie Blätter im See, um gute Gefühle zu erfassen.

heiter aufgekratzt frohgemut ausgelassen gut gelaunt freundlich munter freudestrahlend fidel sonnig lebensfroh wohlgemut frisch beschwingt lebenslustig glücklich belebt obenauf beflügelt stimmungsvoll aufgeräumt lustig quietschvergnügt unterhaltsam gute Laune daseinsfreudig übermütig unbewölkt schelmisch umgänglich ausgeruht unbekümmert schwungvoll puppenlustig energievoll  lebenskräftig aufnahmebereit fit stark  wach dynamisch energisch frech forsch selbstsicher rege vorlaut sorglos sonnig bewusst schattenlos leicht selig zufrieden sorgenfrei fröhlich kurzweilig lebhaft stillvergnügt

Ich wähle:

auf der hellen Seite des Lebens vollen Mutes frei zu leben!