12: eine Gemüse-Kur ausprobieren

… oder warum hohe PriesterINNEN eine gute Haltung haben.

Kapitel 12, Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE

Mönche/Nonnen strahlen oft eine Schönheit aus, die auf ihre Art zu sitzen und zu stehen zurückzuführen ist. Bewusst und nach Ritualen zu leben hat ihre Körper geformt. Bei solchen Menschen ist das Innere mit dem Äußeren verbunden.

Unsere Nahrung ist nicht nur für den Körper da, sondern auch für den Geist und die Seele. Die buddhistische Ernährungsweise geht davon aus, dass Gemüse den Menschen beruhigt und dass Fleischessen den Kampfgeist stärkt.

Herr Masuno empfiehlt einen Tag in der Woche nur Gemüse zu essen. Das berührt mich, dass Gemüse zu mehr innerem Frieden führen kann und auch, dass ein Stück gutes Fleisch meine Kampfkraft stärken kann. Somit entscheide ich über den Speiseplan darüber, welche Energie ich stärken möchte.

Heute gibt es bei mir Endiviensalat, Pasta mit Waldpilzen und ein Pflaumencrumble, denn ich brauche einen ruhigen Tag. Das Steak liegt kampffreudig im Kühlschrank bereit!

Vom Verlust

Wosinddieverlorengegangenen Tagewiederzufinden?

AufdemPlanetenderverlorenenTagetreffeichniemandenan.


Alles & alle

können verlustig gehen.

Autoschlüssel & Lebenssinn

Gesundheit & Zukunft

Freundschaft & Arbeitsplatz.

Töricht-menschlich zu glauben,

es gäbe einen Schutz vor Verlust

oder man wäre für den Verlust nicht erreichbar

Den letzten Verlust reißt für jeden der Tod.

Im Abhandenkommen fällt

ehemaliger Besitz

aus den Händen zu Boden.

Blank und verletzbar bis auf die Knochen.

Das „ohne…“ übernimmt das Sagen.

Nach dem Verlust

Es reicht zu atmen.

Es reicht zuzuhören.

Es reicht auszusprechen.

Es reicht auf Schönes zu sehen.

Es reicht den Wind zu fühlen.

Nach dem Verlust reicht es (noch) am Leben zu sein.

Der Ausweg

 Im Verlust versteckt sich LUST.

Die Lust beherbergt den Weg.

Zum Weitermachen, für einen Neuanfang,

zum Suchen und Aufräumen.

Zum Weiterleben. Zum guten Leben.

Zum Verzeihen und zum Friedenschließen.