noch einmal!


„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“
Aristoteles

einmal ist nichl keinmal – keinmal ist nicht einmal

Heute beginnt die letzte Woche vor der Abreise in die Reha. Erinnert an diese besondere Zeitwahrnehmung vor Weihnachten oder vor Urlauben. Der Moment, ab dem alles nur noch einmal geschieht. Noch einmal Montag! Noch einmal das leckere, selbst gekochte Essen! Noch einmal mit dem Hund durchs Viertel! Noch einmal umarmen! Noch einmal alle Unterlagen überprüfen.

Plötzlich ist es dann „keinmal mehr“ und ich werde im sehr, sehr frühen Zug sitzen, der mich ins Allgäu bringen wird. Und alles wird zu einem neuen „ein:malig“.

vom weg:sein

Weidenkätzchen am Nachmittag

dreit tage abtauchen in eine fremde stadt,

eine fremde sprache, ein fremdes land.

in der fremde wird mir mein fremdsein weniger auffallen,

weil alles fremd ist, nicht nur ich.

vertraut machen mit dem fremden, mich beheimaten auf zeit.

ohne stift und papier, ohne digitale zeichen:setzungen

dafür architektur, kunst, essen und trinken, gespräche und müde füße.

freue mich auf das kleine weg:sein und drei tage still:sein