6: den Schreibtisch aufräumen

„Saubermachen poliert die Seele „. Wind in den Mühlen der Ordentlichen, Kampfansage an die ChaotiNNEN. Spiegelt äußeres Durcheinander immer einen Seelenzustand? Oder ist ein gemütliches übervolles Familienhaus (inspiriert von Nanett❤) nicht ein Hort der Geborgenheit?

Es ist Typsache, was nervt. Den Schreibtisch aufzuräumen kann sinnstiftend sein oder eben nicht. Während meiner Studienjahre war mir der überladene Schreibtisch ein Augenschmaus. Er diente mir damit als augenscheinlicher Beweis meines Fleißes…

Heutzutage räume ich einmal in der Woche meinen Schreibtisch ratzeputze leer, bis auf PC und Lampe. Der sichtbare Beweis, dass alles wohl getan ist und ich nun ruhen kann.

Im Zen ist es selbstverständlich, Tag um Tag, mit aller inneren Konzentration die Tempel zu reinigen. Damit zeitgleich den Gemütszustand zu reinigen. Alle, die damit übereinstimmen, können sich freuen. Ein aufgeräumtes Umfeld ist der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Geist.

Ich weiß, das mich aufräumen beruhigen kann, wenn ich es als „aufrichtiges Räumen“ spüre, nicht als notwendiger Teil der Hausarbeit. Ist das vielleicht gemeint mit „den Schreibtisch aufräumen „?

Nachtrag: ich koste übend täglich die Morgenluft. Heute hab ich dabei Seifenblasen gepustet. Und schwöre, dabei habe ich an nichts gedacht. Zwei Übungen sinnvoll vereint.

Jetzt höre ich auf zu schreiben und gehe meine Schuhe ordentlich aufstellen. 😁😁😁

aufräumen

seit 2001 entrümpele ich

bin auf allen wellen geschwommen

simplify:fengshui:konmari

im äußeren weniger kram

im inneren weniger altlasten

es entsteht dennoch kein fertig:sein:punkt

„kein ende in sicht“

zugewinn in ordnung und struktur

zugewinn im täglichen „weniger ist mehr“

entlang des zeit:geistes

„offline is the new luxery“

„verzicht muss man sich leisten können“

„weniger fleisch, dafür bessere qualität“

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priviligiert und verarmt zugleich

entgegenstemmend und mitschwimmend zugleich

das „online“ & „offline“ einer modernen lebens:spirale