still im Lärm

Die Stille der Zeit im Allgäu endet nun.

Familie. Muttertag. Stadt/Land/Fluss. FreundINNEN. Wahlbenachrichtigung. Spülmaschine kaputt. Geburtstage. Unkraut jäten. Wäsche waschen. Einkaufen. Arbeitsplatz. Mülltonnen.Strassenverkehr & Tanken. Schreibtisch. Anträge & Formulare…

Mitendrin im ‚Alten“ ein saniertes ICH, das sich ein wenig fürchtet, im Lärm verloren zu gehen. Zum Glück gibt es auch dafür ein Mantra: ICH KANN JEDERZEIT EINEN SPAZIERGANG MACHEN.

das stillste Dorf Frankreichs, das Auto wird einmal in der Woche bewegt, am Markttag.

vom weniger

Der alte Metzgerei-Spruch: „Darf´s ein bißchen mehr sein?“ gilt mir heutzutage weniger.

bummelnd durch ein französisches Dorf

Inmitten von Konsumdruck, Ernährung als Religionsersatz, technologischen Quantensprüngen, Zukunftsunsicherheiten und Freizeitstress erschöpfte „Ich´s“.

Darf´s ein bißchen weniger sein?

Weniger to-do und to-be Listen?

Weniger Kontakte, Messages und „ich googel das mal schnell!“?

Weniger Ansprüche, sowohl von innen und außen?

Weniger essen und trinken und konsumieren, nur bis dahin, wieviel man braucht?

Was ist das Gegenteil von viel/zu viel?

Meine Antwort ist heute: …sein

“ Sein“ lassen, durchaus im Sinne von Erich Fromm.

Mehr Dasein, Sosein und Zusammensein

von der Zeit

Alles ist.

Es hat eine Zeit zum warten und schweigen.

Es hat eine Zeit zum ruhen und schlafen.

Es hat eine Zeit zum weinen und klagen.

Es hat eine Zeit zum gehen und laufen.

Es hat eine Zeit zum kichern und singen.

Alles ist.

Der Job des Lebens ist die Inobhutnahme der eigenen Balance.

von den Grenzen

Jede Grenze hat ZWEI Seiten. Immer.

Ein Davor und Dahinter

In einer Zeit, wo das einfache Wort „Grenze“ täglich aufgeladen wird mit Gefühlen und Weltanschauungen.

Grenzen sind allgegenwärtig:

überall, wo sich zwei unterschiedliche „Dinge“ berühren

ist es eine Berührung, ein Zusammentreffen von anders sein,

ein sich gegenseitig bedingen und halten.

und der weltleichteste Moment für Grenz:Streiten.

Grenzen

befestigt oder offen

natürlich oder politisch

die Grenze zwischen Gut und Böse

persönliche Grenzen erreichen oder überschreiten

innerhalb der Grenzen bleiben oder Grenzen sprengen.

Alles hat eine Grenze. Alle haben eine Grenze.

Der Unterschied liegt wohl darin,

wie ich die Berührung mit dem,was jenseits meiner Grenze ist, empfinde.

von der Wirklichkeit

Heute bin ich traurig.

Hasse alle, die lachen.

Heute bin ich zornig.

Hasse alle Stühle und Schränke.

Heute bin ich verunsichert.

Hasse alle, die mich nicht grüßen.

Heute bin ich schwergängig.

Hasse alle Biathleten.

Heute bin ich fröhlich.

Danke allen Blumen und Fröschen dafür

Heute bin ich aufgeregt und vorfreudig.

Danke allen verheißungsvollen Kurven und Hügeln.

Heute bin ich gut gesättigt vom Leben und habe Lust ein Dankes:Gebet zu sprechen.

Und was ist nun meine Wirklichkeit?