Pandemie: Sprint oder Langstrecke

Zwei unterschiedliche Energie:Formen sind Sprint und Langstrecke.

Sich auf 100-Meter-Lauf zu konzentrieren, verlangt, sich auf kurze Zeit zu höchster Leistung zu fokussieren. Voller Adrenalin über die Ziel:Linie zu fliegen.

Alle Lang:Strecken verlangen eine ebenfalls fokussierte Leistung, die sich jedoch aufzuteilen hat, um eine längere Zeit zu gestalten.

Den pandemischen Sprint haben wir geschafft und müssen nun in den weltumspannenden Langlauf wechseln.

An der 1000 Meter Marke winkte ein Osterhase, am 2000 Meter Posten steht die Galerie der abgesagten Wichtigkeiten, Familie, Arbeit, Urlaub, Sport, Gesundheit und Gemeinschaft. Der lange Atem wird benötigt.

Bei 3000 Metern könnte die Luft knapp werden. Weiterlaufen!

4000 Meter: immer weniger halten mit, fallen zurück. Zu gewinnen ist weniger wichtig geworden als anzukommen.

Irgendwann bemerke ich, dass es gar keine Ziel:Linie gibt. Es ertönt kein erlösender Ab:Pfiff. Kein Jubeln brandet auf.

Jetzt trotzdem nicht aufzugeben verlangt, die tiefste Essenz meines Wesens zu aktivieren. Das ist verflucht anstrengend.🤨🏄‍♀️

Pandemie: die eine Welt

Einzelne Details sind es ja oft, die uns kalt erwischen, nicht die großen Zahlen und Prognosen. Mich schreckt aktuell die Welt:Karte.

Ich schaue jeden Morgen im Internet auf die Weltkarte und die aktuellen Infektionswege/Zunahmen.

Russland und Afrika sind bisher recht weiße Flächen gewesen. Wie bei Röteln entstehen nun rote Pusteln, die täglich dicker werden. Die Krankheit schreitet fort. Menschen erkranken, gesunden oder sterben.

Meine Privilegien sind medizinische Versorgung, gute Ernährung, Frühlingsarbeiten und Internetzugang/Informationen. Ich kann mir die soziale Distanzierung „leisten“ und sie herstellen.

Die sich rötende Weltkarte wird für mich immer mehr zu einem Blutrot. Sie scheint zu bluten.

Pandemie: familiärer Abgleich

Ich bin kein typischer Familien:Mensch. Brauche keine sonntäglichen Familienessen oder will immer wissen, wo gerade alle sind.

Und doch bin ich in der digitalen Familien:Gruppe die Erste, die nach einem familiären Abgleich fragt.💔

Das ist eine für mich schöne Entwicklung. Noch haben wir das Glück, dass es keinen infizierten oder erkrankten Menschen in diesem großen, äusserst bewegungsfreudigem Kreis gibt. Danke.

Pandemie: Informations- Enthaltsamkeit

Zeitlebens kann ich nur ein bestimmtes Kontingent an Informationen aufnehmen. Aus dem einfachen Grund, dass ich einige Zeit benötige, Informationen rational und emotional zu bearbeiten.

Die pausenlose Präsenz des Themas der Pandemie in all‘ ihren weltweiten Verästelungen kann ich nicht gut aushalten oder verarbeiten.

Mein tägliches Info:Programm lautet, jeden Tag zwei ausführliche digitale Info:Blöcke. Gesprächs:Momente mit anderen Menschen zum Thema rationalisiere ich ebenfalls.

In den Zwischen:Zeit:Räumen übe ich mich in „VERSENKUNG“. Das zu tun, was ich gerade tue. Blumen gießen. Haare waschen. Mittagessen kochen.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Reha:Schnack – rauchende Colts

SIE: “ Die haben mich in die Nichtraucher:Gruppe gesteckt. Nicht mit mir, Leute! Ich entscheide selbst, wann es im Kopf Klick macht. Das hier aktiviert nur meinen Trotz. Die Anderen aus der Raucher:Ecke sind genau meiner Meinung. Wir machen da nicht mit! Wir sind Erwachsene!“

ICH: “ Habt ihr gut gemacht. Trotz vor Chance. Wie heißt denn euer rauchender Kindergarten? Ich schlage vor: RAUCHENDE COLTS MEETS TROTZKOPF!“

mich leben

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

in meinen „Nö´s“, während alle anderen „JA!“ rufen?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

durchaus mal müde zu sein, während andere sich zum „iron man/woman“ anmelden?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

die Seelen:Brand:Siegel aus uralten Sätzen für ungültig erklärte?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

ohne fragwürdige Vergleiche anzustellen, die niemand gewinnen kann?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

statt mit einem transparenten, gerne übersehenen Tüchlein um Hilfe zu winken, mal zur Signalflagge greifen würde?

sorg:los die sorgen los

„Sorge“ entspringt zweierlei Quellen, zum einen dem Verbalstamm *suergh– „sich um etwas kümmern“ und zum anderen dem Verbalstamm *serg(h)– „krank sein“, aus diesem Grund sind bis heute zwei verschiedene Bedeutungen anzutreffen: 1.: „quälende, innere Unruhe, seelische Gedrücktheit“ und 2.: „Bemühung“

Quelle: https://www.wissen.de/wortherkunft/sorge
das Herz sei sorgen:frei

SorgeN.

Sich sorgen ist Verantwortung und Last zugleich.

Sorge tragen ist Verantwortung und Last zugleich.

Sorge ist nicht per se etwas Schwieriges/Belastendes.

Ich sorge neuerdings für meine neuen Zimmerpflanzen.

Ab jetzt gilt: Sorgen:Freiheit für mich. Dosierte Besorgtheit/Verantwortung für andere