Pandemie: kann mich mal jemand in den Arm nehmen?💏

Vieles ist zu entbehren. Manches ist gefährdet. Wie Phönix aus der Asche erkennen wir, wie lebens:erhaltend es ist, z.B. EIN BAD IN DER MENGE ZU NEHMEN und ein GROUP HUG (Gruppen:Umarmung) zu veranstalten. Jemandem die Hand reichen. Ein masken:freies Schwätzchen zu halten. Eine innige, endlose Umarmung zu geben/zu erhalten.

Lauter so schöne Sachen eben! Schicke mal einen group hug zu den diamantwörter:LeserINNEN.

Pandemie: französisch-deutsche Freundschaft

Mein Leben an der Grenze zu Frankreich ist eine Bereicherung für mich. Freundschaften, Ausflüge, Einkäufe gehörten zum selbstverständlichen Alltag. Und vorneweg Restaurant:Besuche!🍽🍷🥖

Das alles ist seit Wochen nicht möglich. Kleine Grenz:Querelen werden zu nationaler Bedeutung hochgekocht. Familien sind getrennt. Ein französischer Freund an Corona gestorben.

Das belastet mich.

Heute schreibe ich an meinen französischen Lieblingsgasthof einen Brief. Erzähle von Sehnsucht, Treue und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. 🍽🍷🥖

Pandemie: Turnschuhe kaputt!⛳

Mitten in der Pandemie lösen sich die Sohlen meiner Turn- und Laufschuhe ab. Un‘ nu‘?

Fachgeschäfte sind geschlossen, digitale Bestellung ohne Anprobe möchte ich nicht.

Sekundenkleber hält sicherlich nur Sekunden. Suche mir die nächstbesten Geh:Schuhe, um weiter meine Walk:Runden durchs Viertel zu machen. Die Wunsch:Liste „nach Corona“ wird immer länger. Neben den benötigten Laufschuhen ist heute der Wunsch dazugekommen, in allen Gasthöfen meines Land:Kreises ein Kalt:Getränk zu mir zu nehmen!!!!🍺

Pandemie: leer und still

Wie oft sehnte ich mich vor der Pandemie nach Stille und Rückzug. Nun haben sich aber alle anderen zurückgezogen. SO habe ich das natürlich nicht gemeint.

Stille ist nur schön, wenn sie einen Kontrast zum Menschen:Lärm bildet.

Diese doppelte Stille von den anderen und von mir erzeugt Unbehagen. Der gemütliche Gang durchs Städtchen gleicht einer Tour de Force durch geisterhafte Kulissen.

Was freue ich mich, wenn die Menschen zurückkehren.

Pandemie: so fremd im neuen Kleid

Als trüge die Welt ein neues Kleid, Das zwickt und zwackt. Das kratzt und scheuert. Form und Material sind mir befremdlich.

Nichts passt mehr. Fühle mich darin fremd und eng. Hätte gerne mein gut eingetragenes Sommerkleid zurück.

Bemühe mich zu lernen, in dem steifen Kleidungs:Ungetüm zu gehen und zu sitzen.

Bemühe mich, nicht ans rennen oder tanzen zu denken.

Und doch, …fühle mich wie eine Marionette, die nach fremden Faden:Zug zu tanzen hat.

Atme tief durch, schüttle mich durch, zwänge mich ins neue Lebens:Kleid. Ich hab‘ es jetzt zu tragen. Wäre schön, wenn ich wüsste wie lange noch…

Pandemie: kleine Geschenke erhalten die Gemeinschaft

Befülle den öffentlichen Bücherschrank in meinem Viertel mit kleinen Geschenken. Dinge, die ich bei mir zuhause als nicht mehr notwendig erachte, die aber schön und nützlich für einen anderen Menschen sind. Stelle mir dabei vor, wie jemand sich ein solches Geschenk nimmt und FREUDE empfindet. Als hätte jemand an ihn gedacht und mit Fürsorglichkeit bewegt. Es ist eine Zeit für gute Zeichen, da wir uns nicht mehr in die Arme nehmen können.