Pandemie: so fremd im neuen Kleid

Als trüge die Welt ein neues Kleid, Das zwickt und zwackt. Das kratzt und scheuert. Form und Material sind mir befremdlich.

Nichts passt mehr. Fühle mich darin fremd und eng. Hätte gerne mein gut eingetragenes Sommerkleid zurück.

Bemühe mich zu lernen, in dem steifen Kleidungs:Ungetüm zu gehen und zu sitzen.

Bemühe mich, nicht ans rennen oder tanzen zu denken.

Und doch, …fühle mich wie eine Marionette, die nach fremden Faden:Zug zu tanzen hat.

Atme tief durch, schüttle mich durch, zwänge mich ins neue Lebens:Kleid. Ich hab‘ es jetzt zu tragen. Wäre schön, wenn ich wüsste wie lange noch…

Pandemie: kleine Geschenke erhalten die Gemeinschaft

Befülle den öffentlichen Bücherschrank in meinem Viertel mit kleinen Geschenken. Dinge, die ich bei mir zuhause als nicht mehr notwendig erachte, die aber schön und nützlich für einen anderen Menschen sind. Stelle mir dabei vor, wie jemand sich ein solches Geschenk nimmt und FREUDE empfindet. Als hätte jemand an ihn gedacht und mit Fürsorglichkeit bewegt. Es ist eine Zeit für gute Zeichen, da wir uns nicht mehr in die Arme nehmen können.

sorg:los die sorgen los

„Sorge“ entspringt zweierlei Quellen, zum einen dem Verbalstamm *suergh– „sich um etwas kümmern“ und zum anderen dem Verbalstamm *serg(h)– „krank sein“, aus diesem Grund sind bis heute zwei verschiedene Bedeutungen anzutreffen: 1.: „quälende, innere Unruhe, seelische Gedrücktheit“ und 2.: „Bemühung“

Quelle: https://www.wissen.de/wortherkunft/sorge
das Herz sei sorgen:frei

SorgeN.

Sich sorgen ist Verantwortung und Last zugleich.

Sorge tragen ist Verantwortung und Last zugleich.

Sorge ist nicht per se etwas Schwieriges/Belastendes.

Ich sorge neuerdings für meine neuen Zimmerpflanzen.

Ab jetzt gilt: Sorgen:Freiheit für mich. Dosierte Besorgtheit/Verantwortung für andere

leise

mir ist nach … leise ...

leises Rascheln

leise Atemzüge

leise Musik

leise Schritte

ein leiser Händedruck

wie schön,

alles ist sanft und zart

wie angedeutet

das gilt auch für

die leise Verstimmung

das leise Bedauern.

Mache heute nicht den leisesten Versuch,

die leisesten Widersprüche und Zweifel aufkommen zu lassen.

Gönne mir eine leise Anspielung,

dass alles besser wird.

Psst! Und jetzt leise lächeln!

von der Zuversicht

Zuversicht bedeutet: festes Vertrauen zu haben,

daß etwas gut wird oder sich zum Gutes wendet.

Diese Haltung ist nur möglich,

wenn man daran glauben kann,

wenn das Zutrauen in sich selber groß genug ist,

wenn man auf ein profundes Vertrauen zurückgreifen kann.

Ist die die Sicht zu(gestellt), ist Vor:Sicht geboten. Aus Zuversicht einen Steg über den Gefühls:Morast zimmern? Kann ich das?

Setze ich mal voraus, dass ich die Tugend der Zuversicht kultivieren möchte/kann, was würde ich dann tun?

Dieser Antwort kann ich mich nur nähern, indem ich über das Gegenteil eine Verbindung herstelle. Wenn sich Bedenken und Zweifel breit machen, wäre ein perfekter Moment, Zuversicht ins Spiel zu bringen. Auch wenn ich nicht glaube und hoffe, schlage ich mich auf die Seite einer zuversichtlichen Haltung: „es wird schon gut werden!“

Mantra „eins“

Ein anstrengendes Projekt, nur jeweils „eins“ zu tun.

Dafür braucht es eine Kämpferin und Abenteurerin.

Denn: in diese Welt paßt das überhaupt nicht!

PANO_20160814_081055Bewege mich durch einen Wald an Forderungen, Anforderungen, Verlockungen und Ablenkungen.

Am deutlichsten zu bemerken, wenn ich das Handy aktiviere, um z.B. zu gucken wie lange der Eissalon geöfnet hat. In Nanosekunden bin ich von dieser Recherche abgelenkt. Sehe zuvor die Updates, die Benachrichtigungen per MAILSMSSIGNALWHATSAPPPPPP, Neuigkeiten aus der Welt und Wetterhinweise.

All das bloß beim ersten Berühren des Displays. Wehe, wenn nur eine Information mir wichtig erscheint und ich sie öffne. Genau jetzt habe ich wirklich aus dem Kopf verloren, was ich suchen wollte.

Okay, die Lust auf ein Spaghetti:Eis blieb richtungsweisend und unvergessen!

Ein erster Erfolg als Abenteurerin der Stille und des EINSNACHDEMANDEREN:GEHEIMNISSES.

SchlendrianA


SLENTERN (aus dem niederdeutschen) Wortursprung des Schlenderns: ohne Ziel langsam umhergehen. Alle späteren Deutungen gehen in negative Wertungen, zu langsam, ohne Motivation und Ziel, Trägheit und Nachlässigkeit. Müßiggang gehört in eine vergleichbare Wortfamilie.

Es ist nicht einfach gegen diese Definitionen anzugehen und dem Wort Schönheit und einen guten Sinn zuzuweisen.

Müßig schlendere ich heute durch den Sonnenschein. Egal, wer mich als zu langsam und ineffektiv erachtet. Mir gehört heute die Langsamkeit, bin eine wahrhaft bemüht-übende SchlendrianA (ergänzt um eine weibliche Endung!)