mich leben

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

in meinen „Nö´s“, während alle anderen „JA!“ rufen?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

durchaus mal müde zu sein, während andere sich zum „iron man/woman“ anmelden?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

die Seelen:Brand:Siegel aus uralten Sätzen für ungültig erklärte?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

ohne fragwürdige Vergleiche anzustellen, die niemand gewinnen kann?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

statt mit einem transparenten, gerne übersehenen Tüchlein um Hilfe zu winken, mal zur Signalflagge greifen würde?

takt:los

„Takt: ‘Berührung, Tastsinn’ (1. Hälfte 16. Jh.) ‘regelmäßiger, durch eine Berührung ausgelöster Schlag von Uhren’ (2. Hälfte 16. Jh.), ‘Schlag, der den Rhythmus angibt’ (Ende 16. Jh.) „

Quelle: https://www.dwds.de/wb/Takt

neuerdings gerate ich schnell aus dem takt. benötige tage um meine taktung zurückzuholen. fand es mal aufregend, aus dem takt zu geraten. neuerdings ist der eigene takt der absolut notwendige lebens:rhythmus. die beruhigende berührung, der sanfte schlag, der den takt vorgibt und dem ich ruhig folgen kann.

vom Willen

Elfriede Hablé: „Dem stärksten Willen fehlt oft die Kraft, die einer zarten Emotion selbstverständlich ist. “

Ich kann meinen Willen bekommen und jemand anderen den Willen lassen. Mein Wille kann unerschütterlich und schwankend sein. Dank meines guten Willens geht es immer irgendwie, doch manchmal kann ich mir beim besten Willen nicht helfen und es geschehen Dinge gegen meinen Willen. Im Willen steckt Lebensstärke. Vor lauter entschlossenem Willen übergehe ich die Gefühle und muss wider Willen darüber lachen.

ärger:lich

„Bemüh dich nur und sei recht froh,
der Ärger kommt schon sowieso.“
Wilhelm Busch (1832 – 1908)

unerwartet greift der ärger:tiger mich an

hab´ihn nicht kommen sehen, ihn nicht zuvor gehört

ohne vorwarnung wirft er sich gegen meinen bauch

und zieht danach selbstversunken seiner wege

gekrümmt sacke ich zusammen

der abdruck seiner farbe und seiner kraft

wandelt meinen bauch in ein geröll:feld

mühsam atme ich mich ans licht

kratze die farb:spuren ab, streichle über die dellen

komme unsicher auf die füße

schaue ängstlich in alle richtungen des himmels:

ist der ärger:tiger noch in der nähe, kommt er zurück?

Hör:Sturz

Hör:Sturz

Nachdem mein Gehör gestürzt ist, sind alle anderen Sinne verwirrt und schlecht orientiert. Indem nichts zu hören ist, wird der Raum hinter dem Körper zu einem unangenehmen Stille:Raum. Alles, was von hinten kommt, kommt auf leisen Sohlen daher und seht „plötzlich“ vor den Augen. Die davon unangenehm überrascht werden. Sie können eben nicht nach hinten gucken. Die Nase nimmt wenig Duft auf, als wäre sie mit dem Ohren solidarisch. Es schmeckt mir nichts, weil der „Gehörlos:Eimer“, der meinen Kopf umfaßt, nur wenige Sinnes:Eindrücke durchläßt.

Die Welt und ich sind gerade schlecht verbunden, die Stille höchst unfreiwillig.

un:gemach

Ärger, Aufgebrachtheit, Empörung, Erbitterung, Gereiztheit, Missmut, Missstimmung, schlechte Laune, Unzufriedenheit, Verärgerung, Verdrossenheit, Verdruss, Verstimmung, Wut, Zorn; (gehoben) Groll, Hader, Missvergnügen, Ungehaltenheit, Unmut, Unwille; (umgangssprachlich) Rage, Zoff; (landschaftlich) Unmuß; (gehoben veraltend) [In]grimm

Quelle: http://www.duden.de

wie viele Nuancen von Un:gemach es gibt!

Ob es lohnenswert ist,

das eigene Un:gemach genauer zu umfassen?

Das Gefühls:Cocktail:Rezept heute

für 4 Portionen

100 ml Müdigkeit

5 gehäufte EL Ungemach

eine Prise Grimmigkeit

eine Hand voll Überlastung

3 Tränen

und eine Schüssel voll Hoffnungen