Pandemie: Durcheinander🍕

Als bekennende Nicht:Immunologin bin ich diese Woche durcheinander. Lockerung und lokale Lösungen, Normalität auf Abstand. Geschlossene nationale Grenzen und geöffnete Outletcenter. Schutz durch Regeln und Protest gegen unfreiwilligen Schutz.

Ehrlich gesagt, diese Woche bin ich sehr durcheinandergeraten. Reduziere erneut Kontakte und Informationsquellen. Um mich wieder zu erden, zu schützen und neue Sicherheit zu gewinnen. Genieße die Maitage, säe Blumensamen und koche italienisch. 🍕

Pandemie: Stress schlägt Stress🙈🙉🙊

Heute morgen stehe ich unter starkem emotionalen Stress. Alle üblichen Hilfsmittel taugen nichts.

Aber dann, eine pandemische Idee: ich gehe Besorgungen machen. Das ist solch ein Stress, dass ich meinen Kummer vergessen könnte.

Ich kann nur sagen: das hat mal richtig gut geklappt. Gedränge beim Altglas. Dreier:Warte:Reihen bei der Ausgabe von Masken. MüssiggängerINNEN, die im Garten:Center zwischen der üblichen Enge und der neuen Ware mal so jede Geranien:Blüte persönlich begrüssen. Mir reichte es noch nicht und so lege ich den Stressor Discounter obendrauf.

Warum war ich heute morgen nochmal gestresst? Ich erinnere mich nicht. Das ist doch ein richtig verrückter Vorteil während der Pandemie!

Pandemie: Turnschuhe kaputt!⛳

Mitten in der Pandemie lösen sich die Sohlen meiner Turn- und Laufschuhe ab. Un‘ nu‘?

Fachgeschäfte sind geschlossen, digitale Bestellung ohne Anprobe möchte ich nicht.

Sekundenkleber hält sicherlich nur Sekunden. Suche mir die nächstbesten Geh:Schuhe, um weiter meine Walk:Runden durchs Viertel zu machen. Die Wunsch:Liste „nach Corona“ wird immer länger. Neben den benötigten Laufschuhen ist heute der Wunsch dazugekommen, in allen Gasthöfen meines Land:Kreises ein Kalt:Getränk zu mir zu nehmen!!!!🍺

Pandemie: fridays for one world 🌍

Ehrenwert, dass sich die Bewegung „fridays for future“ wieder formiert und dazu auffordert, am Freitag ein grünes Tuch ins Fenster zu hängen.

Nach den letzten Wochen ist in mir ein neues Gefühl diesbezüglich entstanden: alles ist miteinander verbunden, einen Klimaschutz ohne Menschenschutz gibt es nicht.

Wie wäre es mit meinem privaten Slogans:

FRIDADYS FOR A COMMON WORLD 🌍

oder

FÜR EINE GESUNDE WELT.🌍

Pandemie: Sprint oder Langstrecke

Zwei unterschiedliche Energie:Formen sind Sprint und Langstrecke.

Sich auf 100-Meter-Lauf zu konzentrieren, verlangt, sich auf kurze Zeit zu höchster Leistung zu fokussieren. Voller Adrenalin über die Ziel:Linie zu fliegen.

Alle Lang:Strecken verlangen eine ebenfalls fokussierte Leistung, die sich jedoch aufzuteilen hat, um eine längere Zeit zu gestalten.

Den pandemischen Sprint haben wir geschafft und müssen nun in den weltumspannenden Langlauf wechseln.

An der 1000 Meter Marke winkte ein Osterhase, am 2000 Meter Posten steht die Galerie der abgesagten Wichtigkeiten, Familie, Arbeit, Urlaub, Sport, Gesundheit und Gemeinschaft. Der lange Atem wird benötigt.

Bei 3000 Metern könnte die Luft knapp werden. Weiterlaufen!

4000 Meter: immer weniger halten mit, fallen zurück. Zu gewinnen ist weniger wichtig geworden als anzukommen.

Irgendwann bemerke ich, dass es gar keine Ziel:Linie gibt. Es ertönt kein erlösender Ab:Pfiff. Kein Jubeln brandet auf.

Jetzt trotzdem nicht aufzugeben verlangt, die tiefste Essenz meines Wesens zu aktivieren. Das ist verflucht anstrengend.🤨🏄‍♀️

Pandemie: gib‘ dein Bestes

Im Jahreskalender meiner Freundin Rosi steht in der vergangenen Woche:

„gib dein Bestes, bis du es besser weißt“.

Das passt in diesen Tagen sehr gut. Wir werden beständig von neuen Informationen überlaufen, können nicht mehr auf dem Laufenden sein. Was gestern noch stimmte, ist heute fragwürdig oder fehl eingeschätzt.

Es gibt mir Sicherheit, wenn ich demzufolge jeden Tag mein Bestes gebe. Nach besten Wissen und Gewissen. Dann ist es gut getan.

Pandemie: für Maria

Maria ist nicht mehr jung, sozial hoch aktiv und es gewöhnt, alles alleine hinzukriegen. Ihre Familie lebt in Ländern, die eine Ausgangs:Sperre verhängt haben.

Maria leidet seit Februar an einer hartnäckigen, kräftezehrenden Erkältung.

Telefonisch biete ich ihr an, Besorgungen zu machen. Am Tonfall ihrer Antwort spüre ich, dass sie zutiefst hofft, dieses Angebot nicht annehmen zu müssen.

Ich kann sie verstehen. Von maximaler Eigenständigkeit in eine Hilfsbedürftigkeit zu rutschen ist … nur doof!

„Drohe“ ihr, sie während der Pandemie jede Woche anzurufen. Was auch meine normale, respektvolle Distanz:Wahrung völlig über den Haufen wirft.

Mir ist, als würden wir wie eine Baumrinde unfreiwillig abgeschält. Ohne die schützende Rinde zählt die Substanz des Holzes. Manche müssen nun Hilfe annehmen. Andere müssen Hilfe anbieten. Die bisherige Währung der Individualisierung ist zu wechseln in die Währung „spring über deine Schatten und finde deine neue Rolle in einer Krisen:Zeit!“