klein:teilige Wertungen

Über jedes Tun wird aktuell die CO2-Sorge als Schablone gelegt. Wer hat damit eigentlich angefangen? Gleichgültig, wie kleinteilig das Tun ist, kommt der Gedanke an das globale Klima dazu! Das hat absurde Züge angenommen. Da ich nicht fliege, kaum Fleisch esse, meinen Müll wertorientiert sortiere, gönne ich mir die Freiheit klimaneutral zu atmen.

ttps://www.co2online.de/service/klima-orakel/beitrag/wie-viel-co2-atmet-der-mensch-aus-8518/

überraschend frei

Bereit für eine inspirative Pause!

Der komplizierte Termin des heutigen Morgens ist mir abgesagt worden. Unerwartet stehe ich in inmitten einer köstlichen Leere. Meine Gedanken rasen durch die üblichen Baustellen, – was könnte ich jetzt auf die Schnelle erledigen?

Diese Leer:Stelle im Tag lasse ich leer. Einfach so. Nichts wird schnell erledigt und dazwischen geschoben. In aller Ruhe trinke ich eine zweite Tasse Café…

Simplify-Coach

Konzentration.

Seit knapp 20 Jahren vereinfache ich mein Leben. Begleitete zudem beruflich viele Menschen auf ihren Entrümplungswegen. Dennoch überrascht mich das Thema immer wieder. Ich startete mit dem Satz: „Wenn ich mal 50 Jahre alt bin, will ich nur noch 5000 Dinge besitzen, Besteck einzeln gezählt!“ Im Internet entdecke ich eine „31-Tage:Challenge“, d.h. jeden Tag soviele Dinge wegzugeben wie das Tagesdatum vorgibt. Das ist herrlich naiv. Es ist kein Sport, keine Challenge. Vielmehr ein innerer und äußerer Reinigungsprozess. Da sich die Themen im Laufe des Lebens verändern, wandelt sich auch Motivation und Gestalt des Vereinfachens. Glücklicherweise können wir uns unser Leben nicht 10 Jahre später vorstellen, wir haben keine Vorstellung davon, was alles Neues auf uns zukommt.

Mein heutiges Vereinfachen folgt nicht mehr einer eher sportlichen Idee, sondern ist ein tiefes Bedürfnis, um meine Kräfte zu schonen und mich zu konzentrieren/focussieren. Es ist eine Form der Meditation und einer neuartigen Form der Lebendigkeit. Das gute Lebensgefühl speist sich nicht mehr aus der quantitativen Vielfalt/Fülle, sondern aus dem Vertiefen, der beglückenden Konzentration auf EINS. Dem das nächste EINS folgt. Und noch ein EINS…

Abschieds:Wörter

Meine Liste der Wörter, von denen ich mich hier+heute verabschiede:

multi:passioniert & multi:tasking

Mehrfachaufgabenperformance

gleichzeitiges Verrichten mehrerer Tätigkeiten

continuous partial attention / ununterbrochen teilweise Aufmerksamkeit

Fand mich mal gut in der vermeintlichen Ausübung dieser Wörter. Das sehe ich heute anders. Es tut mir garnicht wohl. Es erhöht die Fehlerquote, es drückt den Stress:Pegel durch die Decke, die Ergebnisdichte wird nicht besser. Falscher Stolz. Adieu ihr Wörter!

mich leben

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

in meinen „Nö´s“, während alle anderen „JA!“ rufen?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

durchaus mal müde zu sein, während andere sich zum „iron man/woman“ anmelden?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

die Seelen:Brand:Siegel aus uralten Sätzen für ungültig erklärte?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

ohne fragwürdige Vergleiche anzustellen, die niemand gewinnen kann?

Was wäre, wenn ich mich leben würde,

statt mit einem transparenten, gerne übersehenen Tüchlein um Hilfe zu winken, mal zur Signalflagge greifen würde?

vom Willen

Elfriede Hablé: „Dem stärksten Willen fehlt oft die Kraft, die einer zarten Emotion selbstverständlich ist. “

Ich kann meinen Willen bekommen und jemand anderen den Willen lassen. Mein Wille kann unerschütterlich und schwankend sein. Dank meines guten Willens geht es immer irgendwie, doch manchmal kann ich mir beim besten Willen nicht helfen und es geschehen Dinge gegen meinen Willen. Im Willen steckt Lebensstärke. Vor lauter entschlossenem Willen übergehe ich die Gefühle und muss wider Willen darüber lachen.

not the right moment

Zufall:Entscheidung:Pech:Momente:Glück:Leben

Die das Seelen:Pflänzchen plattmachende Kalenderweisheit „vom richtigen Zeitpunkt“ verbanne ich aus dem Trost:Repertoire. Das ist kein Standard im Leben. Wenn andere diese Gewissheit in sich tragen, schön für sie. Mein Erleben ist bunt gemischt: „Verdammt, das ist viel zu früh!“ und „Mist, jetzt habe ich zu lange gewartet!“ Mitten:drin ruht manchmal hineingewürfelt der „richtige Zeitpunkt“. Magisch verbinden sich Fragen und Antworten zu Glück.

von der Erwägung

mein richtiger Platz

Ob es einen „richtigen“ Platz in der Welt für jeden Menschen und auch für mich gibt?

Im aktuellen Vergleich wirke ich ohne Ziel und Orientierung, meine Lebens:Mit:Menschen wirken, als hätten sie alles im Griff.

Ziehe in Erwägung,

mir darum keine Sorgen mehr zu machen. Wer definiert denn? Vielleicht bin ich genau da, wo ich sein soll, wo es etwas Aufregendes zu lernen gibt?

Ziehe in Erwägung,

dass trotz Krankheit und Leidensdruck, ich hier & jetzt richtig und vollständig bin.

Ziehe in Erwägung,

dass im Loslassen und An:Vertrauen  das Sehnsuchtsziel „BIN AN MEINEM PLATZ“ zu erreichen ist. Das könnte die ganze Sache verdammt einfach machen. Wenn der „richtige Platz“ nicht woanders ist, in einem fernen Land, unter einen anderen Sonne ist. Sondern genau jetzt, während ich diese Zeilen schreibe?

Ziehe in Erwägung,

dass mein Platz überall da ist, wo ich BIN. Das kann mir niemand wegnehmen, wenn ich mich entscheide, zu SEIN. Da:Zu:Sein. Hier:ZU.Sein.