vom-nicht-entscheiden

Eine von Paul Watzlawicks Grundthesen „man kann nicht nicht kommunizieren“ erweitere ich heute um den Aspekt „man kann nicht nicht entscheiden“.

Ein morgendlicher Gedankenblitz bringt mir diesen frischen Satz:

Man trifft immer eine Entscheidung. Auch die Entscheidung, sich nicht entscheiden zu können. Falsch ist die Annahme, dass es einen perfekten Moment gäbe, bei völliger Abwesenheit von Angst, an dem man „DIE richtige Entscheidung“ treffe könne.

Für einen Gedankenblitz ist es eine recht komplexe Sache, das gebe ich grinsend zu!

Was ich mit in den Tag nehme, ist, dass ständig Entscheidungen stattfinden und das es vorallem darum sich dreht, weiterzugehen.

von der Veränderung

Aktiv sein und die Limo in ein kleineres Glas schütten! Das Leben kann so einfach sein!

Beim Internetsurfen stoße ich auf eine Formulierung von Robert Belz, einem Motivator und Autor, die sinngemäß lautet: „Sei selber die Veränderung, die Du Dir wünschst.“

Mich berührt und beeindruckt der vermeintliche schlichte gedankliche Ansatz, weniger auf Veränderungen im Außen zu warten, wie wir es ja viel lieber tun.

Ich schütte heute meine Zitronen:Limo in ein kleineres Glas und genieße die Fülle.

neu

Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,

Und neues Leben blüht aus den Ruinen.

http://www.friedrich-schiller-archiv.de – Wilhelm Tell, 4. Akt, 2. Szene, Attinghausen

Vertrauen…

Während das Alte stürzt,

tut mir alles weh.

Wie sich die Zeit verändert

macht mir Angst.

Das, was war und voran ging

wird abgelöst.

Unsicher blicke ich über die Ruinen hinaus.

Is there anybody outthere?

Unbekanntes grenzt an das Alt:Vertraute.

Ich mache den ersten Schritt…

meine Schritte-App

Um meiner Seele beweglichen Mut vorzugeben und meinen Körper dynamisch zu trainieren, möchte ich täglich 1000 Schritte ACHTSAM gehen. Die passende APP ist rasch installiert, Hauptsache, einfach und zuverlässig. Doch egal, wie beweglich, dynamisch und achtsam ich gehe, keinen Tag erreiche ich die gewünschte Schrittzahl. Am Wandertag (reale 7 km) entsteht die Gewissheit: diese App ist nicht in der Lage, alle meine Schritte korrekt aufzuzeichnen.

Hilft eine Schritte_App meiner wandernden Seele?

Mein Verstand ärgert sich um die „vergeudeten“ Schritte. Meine Seele sendet das nachdenkliche Gefühl: „Du, sag´mal, kann es sein, dass ich auch nicht alles korrekt aufzeichne? Dass ich mich abmühe und doch ein Gefühl der Vergeudung habe?“ Was tue ich nun? Neue APP installieren? Gehen, egal, wieviele Schritte es sind? Achtsam sein ohne Hilfsmittel?

Entschluss: um einen messbaren, sicheren Rahmen zu haben, gibt es eine neue App, der ich zwei Wochen Zeit gebe, ihr Können zu beweisen. Ich will wenigstens EINMAL die App-Fanfare hören: SIE HABEN IHR ZIEL ERREICHT!!!

Blick:Winkel

dieser Stuhl ist mit Sitzerin umgekippt und somit ist der Blickwinkel frisch & neu!!

Sitze im alten Blick:Winkel

bekomme keinen freien Blick.

Die Sicht auf die Dinge ist im engen Winkel beschränkt.

Stand:Punkt und Blick:Richtung bedürfen einer neuen Einstellung.

Wie gut, dass es mehrere Winkel und Ecken gibt,

die frische Perspektiven ermöglichen.

Manchmal reicht es, wenn man aus dem Stuhl fällt.

Danke an C.M.E.

anders als bisher

Das vertraut-eingelebte Leben

sackt in sich zusammen.

Gründe kommen aus allen Himmelsrichtungen.

Eine menschliche Grunderfahrung

die alle kennen und die das Leben ausmacht,

im Guten wie im Schwierigen.

Unterschiedlich, wie man darauf reagiert/reagieren kann.

Dort, wo ein Fluß üppig seinen Weg fand,

ist der Grund erreicht,

trocknen die Steine vor sich hin.

Zurück ins Wasser

oder aus den Steinen einen neuen Damm bauen?

Alles scheint anders als bisher.

gefühls:moor

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so weit die blicke aus:schweifen

großzügig blühende moor:landschaft

ist mein ziel am anderen ende der fläche trittfest erreichbar?

die uralten schleich:wege sind versunken, das wissen um sie verloren gegangen

morastige fragen:

– ist das durchqueren mein ziel?

– ist das beklagen über die entschwundenen alt:wege wichtig?

– wenn jeder schritt zu einem emotionalen unter:druck führt

ist dann weitergehen richtig?

am rande des gefühls:moores nachdenklich verweilen

eine moor:landschaft sollte nie alleine

nur mit sach:kenntnis und guter aus:rüstung betreten werden

schwer für mich auszuhalten, nicht drauflos:zu:laufen

sondern mich richtig vorzubereiten.

von der Leistung

Johann Wolfgang von Goethe: „Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.“

Leistung beschreibt eine körperliche oder geistige Arbeit.

Stets verbunden mit einer Bewertung und Wertung.

In der Physik beschreibt der Begriff Leistung das Verhältnis aus verrichteter Arbeit zur  benötigten Zeitspanne, die Fähigkeit, in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Arbeit zu verrichten.

Richten und verrichten und berichten und vernichten. Erreichen, vollbringen, zustande bringen. Nützliche und nutzbare Leistung. Das übertragen wir auf menschliche Leistungen. Als wären wir Menschen ein Motor oder ein Teleskop.

Was, wenn die unternommene Anstrengung nicht das zu erzielende Ergebnis produziert?

Das Wort leisten hat eine sprachliche Herkunft, die bedeutet: einer Spur nachgehen.

Das ist eine weiche Verbindung:

ich habe einen Geruch in der Nase und folge ihm, vielleicht bis zu einer Currybude!?

Einer persönlichen Spur nachgehen, um einen Weg zu erkunden und ein Ziel zu erreichen.

Ich leiste mir Zeit.

Ich leiste mir Gesellschaft.

Ich leiste mir Denken.

schritte für fort:geschrittene

fort:schritt ohne rück:schritt

ver:schnitt im durch:schnitt

sause:schritt trotz schritt:tempo

im lauf:schritt ein tanz:schritt

ausfall:schritt ist kein schritt:fehler

einzel:schritt im götter:schritt

lauf:schritt im lern:schritt

fort:geschrittene tippel:schritte

schritt:ordnung über:schritten

fort:geschritten bin ich schritt für schritt

in der suche nach dem eigenen schritt:tempo