Not:Fall:Tasche

Freie Fahrt!

Schwangere, Kranke und die meisten sehr alten Menschen haben eine Klinik:Tasche gepackt und bereitgestellt, falls es mal schnell gehen muss.

Solch‘ eine Tasche könnte auch ganz anders gepackt sein. Meine Idee ist es, eine kleine Reisetasche zu packen. Kulturbeutel, ein gutes Buch, ein Handtuch, Wäsche zu wechseln, Ladekabel und eine Lesebrille. Diese Tasche steht entweder im Flur oder liegt im Auto. So kann ich JEDERZEIT losgehen. Brauche nicht lange zu überlegen. Schnapp mir die Tasche und los!

Mantra:Mantel 15- Wundersatz

Zartes Herz.

Inmitten von Büchern, Podcasts, Gesprächen und therapeutisch-medizinischen Anwendungen ist mir ein kleiner Satz ins Gemüt gefallen: „Egal, woher es kommt und wie es entsteht, das Wichtigste ist die tiefe Entspannung.“ Das ist MEIN Mantra, weil es den Erfolgsdruck von den einzelnen Methoden nimmt. Zudem ist es ein Ziel, das die Komplexität der Probleme, Schmerzen und Stressoren zusammenfaßt für das Gefühl, EINS mit sich und seinem Sein zu sein. Der Satz schenkt mir die Möglichkeit, in mir ruhend die Wäsche aufzuhängen oder Hagebutten zu ernten oder im Sessel eingekuschelt Tee zu trinken. Als leistungsfixierter Mensch erlebe ich in dem Satz eine große Freiheit, ein sanftes Ziel und viel, viel Gewissheit, es richtig zu machen.

the new paradise

my new paradise

Paradiesisch scheint die ewige Sonne, das grüne Wuchern, ein sanfter Ozean und glückliche Menschen. Definiere ich heute mein Paradies nehme ich diese Beschreibung gerne mit ins Boot, – wer würde das nicht ! ? Jedoch – für mich persönlich setzt sich das Paradies aus anderen Ge:Wichtigkeiten zusammen. Es ist ein Land der begrenzten Energien. Das respektiere ich zutiefst. Es ist das Land der Selbst:Akzeptanz, inklusive meiner Schrulligkeiten. Es ist mein Eigen:Land mit Wüste und Dschungel. Einsam und bevölkert. Voller Erinnerungen und bevorstehender Abenteuer. Da es mein Paradies ist, bin ich dort auch noch konfliktfähig!

Mantra:Mantel 14- der Groll

Ich bringe den Groll dorthin, wo er hingehört.

Im Autokreisel werde ich angehupt, im Supermarkt genervt zur Seite geschupst, vor mir parkt jemand unberechtigt auf dem Behinderten:Park:Platz und ohne Park:Ticket.

Immer wieder im Laufe des Tages grolle ich mein kleines, verhaltenes Gewitter. In allen drei Fällen habe ich nichts falsch gemacht. War jemandem zu langsam, stand jemandem im Weg, sah jemanden, der etwas falsch machte. Alltäglich! Alltäglich!

Wie Staub oder Flusen bleibt der Groll in mir stecken. Das ärgert mich noch dazu!

vor:fühlen und nach:fühlen

Abschied vom Glaubenssatz: „Freu´Dich nicht zu früh!“

Entdecke die schnörkellose, unkomplizierte Welt der Vor:Freude und Nach:Freude. Sich auf einen Ausflug freuen, auf eine Begegnung. Auf Weihnachten und Geburtstag. Von alltäglich bis großartig, die Anlässe sind unterschiedlich. Das Gefühl der Vor:Freude ist ungestört und konzentriert. Es ist ein Gefühl, mit dem ich aufs Beste alleine bin. Es wird nicht durch Ereignisse und Interaktionen verwirbelt. Ein ruhiges Glücksgefühl. Zwei Tage fühle ich diese Vorfreude auf den Besuch meines Bruders. Zwei Tage mit ihm sind voller Lachen und „action!“ Einen weiteren Tag denke ich an ihn zurück, ermattet auf dem Sofa liegend. Die gefühlte Zeit MIT ihm erhöht sich vom Netto auf ein Brutto, in der Summe fünf Tage, die mit Freude angereichert sind.

Brief:Schulden

Bin eine lebens:lange Vielschreiberin. Vielleicht gewesen? Häufig fühle ich nun eine Brief:Schuld. Was bisher freudige Pflicht und Lust war, gerät mir zur Last. Trotz dem hundertfach bewiesenen Wissens, dass es fürs Schreiben richtige Augenblicke gibt, fällt es mir schwer, loszulassen. Die Brief:Schuld soll schnell vom Schreib:Tisch runter. „Ich wollte doch noch…!“ „Ich muß unbedingt kondolieren!“ „Diese Karte sollte vor Wochen zu D. abgeschickt werden!“ Das ist bedauerlich für das schöne Tun des Briefeschreibens. Es kann sein, daß ich mir zuviele Brief:Schulden auflaste. Im Schnitt schreibe ich 5 Briefe und ebensoviele Postkarten im Monat. Das beschwerliche Gefühl entsteht, wenn ich glaube, etwas schuldig zu sein. Der Brief an den Freund, dessen Frau im Sterben liegt. Die Fragen meiner ältesten Freundin, auf die ich keine Antworten weiß. Die selbst auferlegten Schreibpflichten zu Menschen, die mir schreiben, die mir gute Besserung wünschen. Denen ich gerne zurückschreiben möchte, aber keine echten Erwiderungen finde. Es ist also ratsam, nicht das Briefeschreiben in den Focus zu nehmen in seiner Quantität, sondern die Leichtigkeit oder Schwere des Anlasses. Zudem entschleunige ich den Antwortzeitraum auf „in diesem Monat“. Die Enge der Selbst:Pflicht aufzulösen zugunsten von „eine Antwort schuldig zu bleiben“ und dem Vertrauen, dass ich das tue, was ich tun kann, das schreibe, was ich schreiben kann.

überraschend frei

Bereit für eine inspirative Pause!

Der komplizierte Termin des heutigen Morgens ist mir abgesagt worden. Unerwartet stehe ich in inmitten einer köstlichen Leere. Meine Gedanken rasen durch die üblichen Baustellen, – was könnte ich jetzt auf die Schnelle erledigen?

Diese Leer:Stelle im Tag lasse ich leer. Einfach so. Nichts wird schnell erledigt und dazwischen geschoben. In aller Ruhe trinke ich eine zweite Tasse Café…

wert:voll

auf großer Angel:Fahrt

wieviel selbst:wert aus eigener schöpfung begrenzt ent:wertung von außen?

woraus besteht eine in:wert:setzung? selbst:wert ist mir nicht angeboren oder für´s leben lang erlernt.

setze mich mit einer angel an meinen lebens:teich. im werte:kessel schwimmen anhalts:punkte. ich angele mir ein paar wert:volle wort:fische heraus.

„bewusst zu leben“, werfe „zu angepaßt“ in den kessel zurück. „selbstverantwortlich zu leben“, werfe „ab/er:wartend“ in den kessel zurück. „klares selbst:behaupten“, werfe „schmollend“ in den kessel zurück.

zum mittag:essen gibt es wort:fisch:suppe voller selbst:vertrauen und selbstbewußtsein, gewürzt mit selbst:liebe. das lasse ich mir munden!

Frei:Satz

Frei:Sätze

Wie schön, dass wir Frei:Sätze aussprechen können. Sätze, die aus purem Gefühl bestehen, die nicht sinnvoll und zielführend sind. Sätze, die vor uns einem Freiheits:Raum entstehen lassen, in dem emotionale Radikalität sich mit schäumendem Freiheitsdrang verbindet:

“ Das lasse ich mir nicht länger bieten!“

„Ich komme nie wieder hierher!“

„Ich gehe für immer fort!“

„Das höre ich mir nicht länger an!“

„Nicht mit mir!“

„So ja nicht!“