To-Do-Wolken ziehen lassen

Zu Beginn einer Meditation setzen wir unsere Gedanken auf imaginäre Wolken und lassen sie ohne An:Spannung ziehen. Warum diese Technik nur zur Meditation nutzen, wenn sie auch im Alltag den Druck rausläßt?

Ich setze meine Aufgaben:Agenda während des Tages auf üppig quellende Wolken. „Zieht dahin und davon ihr To-Do´s, … Karte schreiben, Brot kaufen, Mail versenden, Tannengrün schneiden, Blumen gießen, Nachbarin anrufen, Tintenpatrone nachfüllen, Wäsche sortieren, Skript fertigstellen, Menü planen, …“

Der springende Punkt ist mein Vertrauen, alles Wichtige zum richtigen Zeitpunkt tun zu werden und zu können. OM.

Haushalts:ZEN 32 – Bücher:Berge

Bücher:Berg

Seit der Schulzeit, über Studium und Berufstätigkeit häufe ich Bücher:Berge an. Selbige lese ich nicht konsequent „ab“. Die Menge an Wörtern zwischen Buch:Deckeln wiegt mich in der Sicherheit, genug zu haben, genug zu wissen.

Sobald ein neues wichtiges Thema in meinem Leben ankommt, erbaue ich Bücher:Berge. Am Gipfel des Wissens:Durst angelangt, schaue ich auf hastige Abkürzungen und riskante Sprünge zurück. Dabei wäre ich so gerne achtsam, konzentriert und diszipliniert auf den Wissens:Berg aufgestiegen.

Heute, genau heute morgen nistet sich ein neuer Gedanke ein: ich lese die vorhandenen Bücher „ab“! In meinem Besitz befindet sich ausgezeichnete, hochkarätige Fach:Literatur ebenso wie verheißungsvolle Romane. Heute, genau heute morgen beginne ich mit einer lustvollen-lesenden Wanderung durch meine vorhandene Papier:Wörter:Bücher:Welt.

Wortfundstück – barm:herzig

„Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit. „

Bernhard von Clairvaux, Mystiker, Abt und Kirchenlehrer (um 1091 – 1153 )
zart & eng zugleich (Installation von Rebecca Horn)

Zur Tugend der Barmherzigkeit gehört auf der Ebene des Tuns: Hungrige zu speisen, Durstigen zu trinken zu geben, Fremde zu beherbergen, Nackte zu kleiden, Kranke zu pflegen, Gefangene zu besuchen und Tote zu bestatten. Seelisch-geistig zeigt sich gelebte Barmherzigkeit darin, Unwissende zu lehren, Zweifelnde zu beraten, Trauernde zu trösten, Beleidigern gerne zu verzeihen, Lästige geduldig zu ertragen und an die Lebenden und Verstorbenen zu denken. Papst Franziskus schlägt vor, den Kanon der Barmherzigkeit um die Sorge um die Schöpfung zu erweitern.

Ich schlage vor, für sich selber gut zu sorgen auch aufzunehmen. Nicht im egostischen Sinne, sondern als Akt der achtsamen Selbstfürsorge. Zu mir selber barm:herzig zu sein, mich meiner selbst zu erbarmen.

Not:Fall:Tasche

Freie Fahrt!

Schwangere, Kranke und die meisten sehr alten Menschen haben eine Klinik:Tasche gepackt und bereitgestellt, falls es mal schnell gehen muss.

Solch‘ eine Tasche könnte auch ganz anders gepackt sein. Meine Idee ist es, eine kleine Reisetasche zu packen. Kulturbeutel, ein gutes Buch, ein Handtuch, Wäsche zu wechseln, Ladekabel und eine Lesebrille. Diese Tasche steht entweder im Flur oder liegt im Auto. So kann ich JEDERZEIT losgehen. Brauche nicht lange zu überlegen. Schnapp mir die Tasche und los!

Mantra:Mantel 15- Wundersatz

Zartes Herz.

Inmitten von Büchern, Podcasts, Gesprächen und therapeutisch-medizinischen Anwendungen ist mir ein kleiner Satz ins Gemüt gefallen: „Egal, woher es kommt und wie es entsteht, das Wichtigste ist die tiefe Entspannung.“ Das ist MEIN Mantra, weil es den Erfolgsdruck von den einzelnen Methoden nimmt. Zudem ist es ein Ziel, das die Komplexität der Probleme, Schmerzen und Stressoren zusammenfaßt für das Gefühl, EINS mit sich und seinem Sein zu sein. Der Satz schenkt mir die Möglichkeit, in mir ruhend die Wäsche aufzuhängen oder Hagebutten zu ernten oder im Sessel eingekuschelt Tee zu trinken. Als leistungsfixierter Mensch erlebe ich in dem Satz eine große Freiheit, ein sanftes Ziel und viel, viel Gewissheit, es richtig zu machen.

the new paradise

my new paradise

Paradiesisch scheint die ewige Sonne, das grüne Wuchern, ein sanfter Ozean und glückliche Menschen. Definiere ich heute mein Paradies nehme ich diese Beschreibung gerne mit ins Boot, – wer würde das nicht ! ? Jedoch – für mich persönlich setzt sich das Paradies aus anderen Ge:Wichtigkeiten zusammen. Es ist ein Land der begrenzten Energien. Das respektiere ich zutiefst. Es ist das Land der Selbst:Akzeptanz, inklusive meiner Schrulligkeiten. Es ist mein Eigen:Land mit Wüste und Dschungel. Einsam und bevölkert. Voller Erinnerungen und bevorstehender Abenteuer. Da es mein Paradies ist, bin ich dort auch noch konfliktfähig!

Mantra:Mantel 14- der Groll

Ich bringe den Groll dorthin, wo er hingehört.

Im Autokreisel werde ich angehupt, im Supermarkt genervt zur Seite geschupst, vor mir parkt jemand unberechtigt auf dem Behinderten:Park:Platz und ohne Park:Ticket.

Immer wieder im Laufe des Tages grolle ich mein kleines, verhaltenes Gewitter. In allen drei Fällen habe ich nichts falsch gemacht. War jemandem zu langsam, stand jemandem im Weg, sah jemanden, der etwas falsch machte. Alltäglich! Alltäglich!

Wie Staub oder Flusen bleibt der Groll in mir stecken. Das ärgert mich noch dazu!

vor:fühlen und nach:fühlen

Abschied vom Glaubenssatz: „Freu´Dich nicht zu früh!“

Entdecke die schnörkellose, unkomplizierte Welt der Vor:Freude und Nach:Freude. Sich auf einen Ausflug freuen, auf eine Begegnung. Auf Weihnachten und Geburtstag. Von alltäglich bis großartig, die Anlässe sind unterschiedlich. Das Gefühl der Vor:Freude ist ungestört und konzentriert. Es ist ein Gefühl, mit dem ich aufs Beste alleine bin. Es wird nicht durch Ereignisse und Interaktionen verwirbelt. Ein ruhiges Glücksgefühl. Zwei Tage fühle ich diese Vorfreude auf den Besuch meines Bruders. Zwei Tage mit ihm sind voller Lachen und „action!“ Einen weiteren Tag denke ich an ihn zurück, ermattet auf dem Sofa liegend. Die gefühlte Zeit MIT ihm erhöht sich vom Netto auf ein Brutto, in der Summe fünf Tage, die mit Freude angereichert sind.