Haushalts:ZEN 27- Regale

mir zuviel!

Internationale Austauschbarkeit der Discounter-Regale, zu unserer vereinfachten Orientierung in der (Discounter)-Welt. Wie von einem Blindenhund geleitet finde ich Butter, Bananen und Bohnen! Das hat seine Annehmlichkeiten aus Verläßlichkeit und als Sahnehäubchen gibt es jede Woche „eine neue Welt“, Garten, Haushalt, Schulanfang oder Freizeit. Perfekter mentaler Zuschnitt.

Als Haushalts:ZEN:lerin befinde ich mich im passiven, gewaltfreien Widerstand. Nein, keinen Café, nein, kein „frisches“ Brot, nein, kein Putensteak. Angestrengt gegen den Strom schwimmend, konzentriere ich mich auf die Produkte, die ich gerne hätte! Ermattet lande ich bei BIO-Tomaten und Toilettenpapier.

Klar, es schallt die Antwort: „Dann geh´doch nicht mehr dorthin! Mach´dir das Leben leichter!“ Die Discounter sind diejenigen, die es zur Marketing:Perfektion ausgebaut haben. In jedem anderen Laden schreien mich die Produktversprechen genauso an, vielleicht melodiöser und langsamer.

Es ist anstrengend gegen den Regal-Strom zu schwimmen, inmitten der Verlockungen mein Mantra „brauche ich nicht“ zu murmeln. Gegen die Besitzstands:Freude, wenn der Einkaufs:Wagen wohl gefüllt ist und ich mit einem zufriedenen Seufzer den Laden verlasse.

Meine Ambivalenz verhindert den ungezwungenen Spaß. Bedrucke mir einen Beutel mit “ ich shoppe nicht, also bin ich!“ und gehe wagemutig gegen den vorgeschriebenen Strom durch die Läden.

Haushalts:ZEN 26 – Mandelmilch

Rezept für Mandelmilch

Habe ehrgeizige DIY-Vorhaben mit zwei Zielen: entspannendes Handwerk ausüben und gleichzeitige Unabhängigkeit von Fertig:Produkten.

Was ich bisher nicht wußte, man kann sich die Mandelmilch fürs Müsli selber machen! Mein heutiger Versuch strapazierte alle eGeräte und die Spülmaschine, weit entfernt von einer praktischen Produktionsstraße. Immer sind es die einfachen Dinge des Lebens, die nur durch Erfahrung und Ruhe einfach sind. Mein erstes Ergebnis in Sachen Mandelmilch ist nicht schlecht, werde einen zweiten Versuch starten. Ich habe das Prinzip verstanden, das ist die Hälfte der Miete!

Haushalts:ZEN 25 – Ferienwohnung

Tee:Tage

Die Ausstattung in einer Ferienwohnung ist reduziert, praktisch und schnörkellos (Ausnahmen bestätigen die Regel). Während meiner See:Tage habe ich mit einem Holzbrett, einem Messer und auf einer Arbeitsfläche von 40x40cm köstlich gekocht. Es war aus:reichend und pflege:leicht. Wieviel Platz und Dinge brauche ich Zuhause? Wieviel Persönlichkeit und Vor:Geschichte benötige ich für meinen Küchen:Kram? Wo ist die Grenze von Praktikabilität und häuslicher Gemütlichkeit?

Haushalts:ZEN 24 – (bed-)achtsam

„bedachtsam“ hat sich in meine Wörter:Welt geschlichen und ich bin entzückt. Achtsam ist das Modewort der Zeit, bedachtsam wirkt altmodisch und langsam. Woraus/worin besteht der Unterschied, ob ich etwas achtsam oder bedachtsam tue?

Bedächtig nähert sich andächtig, – eine wunderschöne Wortbrücke. Ich kann bedächtig und mit Andacht das Treppenhaus fegen! Mir fällt das Wort „Besonnenheit“ dazu ein. Besonnen – ich lasse die Sonne auf mein Tun scheinen. Dem Verschleiß um das Wort „achtsam“ setze ich schwungvoll meine (be-)sonnen beschienene Bedachtsamkeit entgegen.

Haushalts:ZEN 23 – Sonnenbrillen

Ich glaube es selber nicht, über ein Dutzend Sonnenbrillen liegen einträchtig in der Schublade! Ein kunterbuntes Gemisch. Habe ich jemals eine Sonnenbrille weggeworfen? Das Dutzend setzt sich zusammen aus Funktionsbrillen (Wintersport, Radeln), getönte Lesebrillen in den Dioptrien 0,5; 1,0; 1,5), ehemals modischen Brillen aus den 80iger und 90iger Jahren, Quatschbrillen und liegen gelassene Brillen von Gästen. Groß, schmal, bunt, stylisch, bloß für meine See:Reise paßt nichts. Die Erinnerung an eine Allgäuwanderung: ziehe die coole Moskito:Brille an, die Wanderschilder rasen auf mich zu , – ups, das ist die getönte Lesebrille!

https://de.wikipedia.org/wiki/Hari_Kuy%C5%8D

Möchte jetzt stark und konsequent sein. Erweitere die Anwendung einer HARI-KUYO-Zeremonie auf Sonnenbrillen. Andächtig verabschiede ich mich von meinen, mir nicht mehr nützlichen Brillen. 2 Stück bleiben zurück. Wohl getan.

HaushaltsZEN 24 – Reisen

Bei den Reise:Vorbereitungen treffen Sicherheit und Freiheit knallhart aufeinander. Wird alles mitgenommen, was die kleine Komfort:Zone auskoffert? Geht man auf den Mut zu Lücke, vor Ort wird es wohl auch Geschäfte geben? Wie ist meine subjektive Balance zwischen „gut vorbereitet sein“ zu „ett kütt wie ett kütt“? Ich kenne viele Formen des Reisens, mit kleinem Rucksack durch Europa, mit Koffermatrazen zum Zelten und mit Cocktailkleid ins Gourmet:Weekend.

Fahre ein paar Tage an die See, um meine Gesundung zu unterstützen. Regen:Jacke & Gummi:Stiefel! Tagebuch & Sonnenbrille! Tischdecke & eine Flasche guten Wein! Fertig ist die Sause. Hoffe, das alles andere sich in den Reise:Taschen der Mitreisenden befindet!

Haushalts:ZEN 21- Meditationsbank

Meine Meditationsbank dient als Türstopper! !

Zum Glück praktiziere ich mein Haushalts:ZEN. Meditation im alltäglichen Handeln ist ein einzigartiger und mehr als praktischer Weg, das Leben zu spüren und mit allem verbunden zu sein.

Halte es mit dem Satz, der Meister Eihei Dogen zugeschrieben wird: “ Der den Weg suchende Geist widmet sich mit hochgekrempelten Armen der Arbeit.“ Selten habe ich eine bessere Ausrede für fehlende Sitz:Meditations:Praxis!

Haushalts:ZEN 20 – nie fertig!?

Haushalt ist stets im Übergang begriffen!
Haushalt ist stets im Übergang begriffen

Entspannung darf beginnen, wenn die Spülmaschine läuft, wenn die Wäsche verräumt ist und der Tisch abgewischt. Die Entspannung wohnt zwischen „danach“ und „davor“ auf einem dünnen Ast.

Haushalts:Zen hört die Geräusche des Staubsaugers mit feinem Ohr. Haushalts:ZEN folgt der Bewegung des Wischlappens mit feinem Auge. Haushalts:ZEN riecht die Frische des poliertes Tisches mit feiner Nase. Haushalts:ZEN schmiegt sich in die frisch gewaschene Bettwäsche mit feiner Haut.

Mit tiefer Gelassenheit überblicke ich die Felder aus Ordnung, Unordnung und Übergängen. Sie sind. Ich bin. So sei es.

Haushalts:ZEN 19 – Fette und Öle

Öl:Wahl

Margarine unter der Woche, gute Butter am Sonntag, Sonnenblumenöl für Salate und ein Kokosfett zum Braten, die Fett:Öl:Welt meiner Kindheit/Jugend. Olivenöl wurde später zu einer Selbstverständlichkeit meiner eigenen Küche. Sich widersprechende Forschungsergebnisse jagten mal das Öl, mal die Butter oder die Margarine durchs Dorf. Lobgesänge und Untergangsszenarien. Aktuell ist Fett mal wieder gut! Ölmühlen sind zu Museen geworden, in Landzeitschriften wird im Weichzeichner die Geschichte einer tapferen Familie erzählt, die eine Mühle am Leben erhält. Dank des Internets gibt es Zugang zu wertvollen Öl:Quellen. Mehr Fragen als Sicherheiten: Skandale um gepantschtes Ölivenöl, ist Palmöl überhaupt nachhaltig, warum sind nicht alle Öle in schützenden dunklen Flaschen? Die Vielfältigkeit und die Verfügbarkeit von Ölen und Fetten führt nicht zu einem zufriedenen Gefühl, alles sei wohl getan und richtig eingekauft.

Mein Haushalts:ZEN kapituliert vor dem ÖL:Fett:Regal. Habe zwar eine gute Bio:Öl:Mühle gefunden, die ist aber nicht regional! Hoppla, schon wieder ein neues Öl am Werbehimmel, Arganöl, Avocadoöl, Hanföl! Brauche ich das? Ist das vielleicht gesünder? Es kommt der Augenblick für einen annehmbaren, schwer ausgehandelten Kompromiss, in der Hoffnung, dass er mich eine gute Weile trägt. Eine Mischung aus geschmacklichen Vorlieben und einem verträglichen bio/regional/fair- Aspekt. Ist das anstrengend!!

Haushalts:ZEN 18- Tassen

Tassen kann ich einkaufstechnisch nicht widerstehen. All´die Farben, all´die Formen, all´die Henkel und Dekore, die Jahreszeiten! Ich liebe es, wenn sich meine Seele in der Tasse spiegelt, weil es genau meine Farbe ist oder genau mein Ornament. Motto:Tassen sind Teil meines spirituellen Wachstums. Obendrauf noch die liebevoll geschenkten Tassen!

Gründe für einen kontinuierlichen Nachschub finde ich immer. Ein selbst auferlegter Tassen:Einkaufs:Stopp wird durch die unabwendbare Notwendigkeit, die Rosentasse zu besitzen, ausgehebelt und unterwandert.

Von fremden Mächten ferngesteuert wird das Regal der Tassen in regelmäßigen Abständen wegen Überfüllung geschlossen. Die Frage, wieviele Tassen ich brauche, bleibt mir unbeantwortbar. Zwei pro Haushaltsmitglied und ein paar Gästetassen, so könnte eine Tassen-Mathematik aussehen.

Mir bleibt die Entrümpelungs:Technik: für ein Neues geht ein Altes raus. Das kann ich umsetzen. Die Sehnsucht nach einer Tasse im genau richtigen Blauton oder dem Sternenmuster, das weihnachtlich verzaubert, nein, daran kann ich nichts ändern. Tassen sind mein tägliches Wunder!