have you done your duty?

Meine künstlerische Pflicht. Tag 1. Löwenzahn gebannt.

Inspiriert durch die Arbeiten von Ingeborg Knigge (www.iknigge.de) stelle ich mir eine Weile die Frage, ob ich meine Pflicht getan habe? Diese Künstlerin verbindet ihre „duties“ mit der Alltäglichkeit. Mich bringt es auf die Idee, durch meine Tage zu stromern, um herauszufinden, ob ich meine „künstlerische Pflicht“ getan habe. Beginn einer fotografischen Spuren:Suche.

Ruhe:Raum

ruhen & rasten

Waldes:Ruhe & Abend:Ruhe

beruhigen & beruhigt

Ruhe:Bank & Ruhe:Sitz

Gemüts:Ruhe & Ruhe:Sessel

ruhebedürftig & ruheliebend

endlich Ruhe geben!

die Ruhe vor dem Sturm?

heitere Ruhe ausstrahlend

die Ruhe weg habend

und Ruhe auf den hinteren Gedanken:Plätzen!

vom setzen

möchte mal aus:setzen

allem, was mir zu:setzt

mich zudem stabil entgegen:setzen

gerne hin und wieder

durch: setzen

die neuen Wege fort:setzen

Impulse um: setzenund nach dem auseinander: setzen

wieder zusammen:setzen

Hunde:Sachen

Nach dem Tod des Hundes

sind die Tage des Wegräumens gekommen.

Nie hätte ich erwartet,

wieviele kleine Dinge

sich über Haus und Hof erstrecken.

Ihre Hundekörbe und Näpfe, klar!

Stöckchen, Frisbee und Wurfschleudern, okay!

Unerwartet ist,

dass neben diesen klassischen Attributen

ihr „Hunde:Wohnen“ so menschenähnlich ist.

Küche: Näpfe und Futter. Im Kühlschrank „ihr“ Quark.

Badezimmer: Allergie-Shampoo und Hundehandtücher.

Garderobe: Leine und Vorrat an K-Beuteln.

Wohnzimmer: Schlafkorb und ihr Schmusetier.

Medizinschrank: Zeckenmittel, in die Jahre gekommene Medikamente.

Speicher: „Hunde:Reise:Tasche“

Auto: Korb, Decken, Wasserflasche, Leckerli:Dose, Leine, K:Beutel.

Keller: Vorräte an Nass- und Trockenfutter.

Tief berühren die alltäglichen Fundstücke:

sie durfte immer die Quarkschachteln auslecken.

Davon liegt noch eine unter dem Sofa.

Bringe es nicht übers Herz das wegzuräumen.

Hinter den Koffern auf dem Speicher befindet sich der Schutzkragen.

Mir war klar, dass der Hund kameradschaftlich mit im Haus lebt.

Das sie jedoch in den alltäglichen Dingen mit uns so ähnlich verbunden war,

ist erst im Wegräumen so spürbar.

Es ist wie ein Auszug.

Der Hund wohnt nicht mehr hier.

Lebens:Zeiten:Wechsel

Lebenszeiten des Ausatmens

Weichenstellungen auf Wachstum und Veränderung.

Lebenszeiten des Einatmens

Weichenstellungen auf Besitzstand:Bewahrung.

Lebenszeiten des Hyperventilierens

Weichenstellungen auf Unruhe und Unsicherheit.

Lebenszeiten des Durchatmens

Weichenstellungen auf Lebensfreude und Beruhigung.

Lebenszeiten des Aufatmens

Weichenstellungen auf Lösung und Loslassen.

Die Ausnahme von der Regel:

manchmal passiert alles zeitgleich und durcheinander.

und jetzt?

hin und wieder

gehen selbst mir

die Ideen aus

gibt es keine Lösungs:Bilder

keine Meilen:Steine der messbaren Ziele.

Die Kombination aus Innen:Druck, Entscheidungs:Anforderungen

und Options:Verlust mündet in einer beachtlichen Leere

rund um die Frage: und jetzt?

Kein Nach:Hall, kein Ideen:Echo, keine Resonanz im Seelen:Körper.

Bleibt nur, es im ersten Schritt aus-zu-halten.