21: nicht über Dinge nachdenken, die sich nicht ändern lassen…

Oder: wie fühlt sich ein leichtes Herz an?

Kapitel 21, ZEN YOUR LIFE von Shunmyo Masuno

Herr Masuno räumt ein, dass es schwer ist, bei einer Sitz:Meditation an nichts zu denken. Richtig! Auch er kennt die Flut an Alltagsgedanken, die eineN in der ruhigen Sitzhaltung besuchen kommen.

Dennoch: es gibt genauso die Momente von „Abwesenheit“ und „Selbstvergessenheit“. Ohne ein schwafelndes Ego! Das kann der Augenblick sein, an dem alles Überflüssige aus dem Kopf verschwindet, das kann der Augenblick sein, an dem einer/einem das Herz leicht wird.

Ich erlebe dieses Gefühl auch beim ausgedehnten Spaziergang, bei einem vertraulichen Zwiegespräch mit einem mir wertvollen Menschen oder beim Kochen. Mir scheint es viel Mühe, das leichte Herz über Meditation zu erreichen, auch wenn ich gerne meditiere. Es macht mich unbeschwerter, dieses Gefühl auch über verschiedene andere Erlebnisse zu spüren. Das nimmt der Meditation  den Druck.

Der Titel des Kapitels bewegt mehr in mir. Es erinnert mich an das Gelassenheitsgebet des amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr, dass er vermutlich vor oder während des zweiten Weltkrieges verfasste. Gerade jetzt ist eine gute Zeit, das Gebet nochmals genau wahrzunehmen, um auch während der Pandemie ein leichtes Herz zu spüren.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Gott, gib mir die Gelassenheit, einen Tag nach dem anderen zu leben, einen Moment nach dem anderen zu genießen.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren.

Gott, gib mir die Gelassenheit, anzunehmen, wie Jesus es tat: diese widersprüchliche Welt, wie sie ist und nicht, wie ich sie gern hätte.“

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