20: im Stehen meditieren

Kapitel 20, ZEN YOUR LIFE von Shunmyo Masuno

Klar, wenn man, wie in Japan mit Bus oder Bahn zur Arbeit und zurück fährt, lässt sich diese Zeit zum meditieren gut nutzen. Während meiner Ausbildung zur Mentaltrainerin habe ich mich gerne auf die Rückbank des Busses gesetzt und meine Armen und Beine „schwer“ werden lassen. Das war meine beste Trainingseinheit. Heutzutage ist mir die Zeit in Verkehrsmitteln viel zu unruhig und geschäftig, als das ich mich „versenken“ könnte.

Es geht im Kapitel 20 noch um einen weiteren Aspekt. Es tut uns gut, zwischen zuhause und Arbeitsplatz eine gewisse Weg- oder Zeitstrecke zu haben. Vom „Familien:Gesicht“ ins „Arbeits:Gesicht“ zu wechseln. Meinem Vater war die halbe Stunde Autofahrt zwischen den beiden wichtigsten Plätzen seines Lebens heilig. Genauso wie ich und viele andere Menschen gerne an einen weiter entfernten Ort fahren, um zu lernen, sich zu bilden. Hier liegt das Gute nicht nah. Die Weg- und Zeitstrecke ist nötig, um Abstand herzustellen zwischen sehr unterschiedlichen Lebenswelten. In mir bleibt der Gedanke hängen, Arbeitswege und Übergangszeiten zu nutzen, um meinen Geist ruhig und still werden zu lassen. Anstatt mich über den Zeit:Verlust aufzuregen.

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