Hunde:Sachen

Nach dem Tod des Hundes

sind die Tage des Wegräumens gekommen.

Nie hätte ich erwartet,

wieviele kleine Dinge

sich über Haus und Hof erstrecken.

Ihre Hundekörbe und Näpfe, klar!

Stöckchen, Frisbee und Wurfschleudern, okay!

Unerwartet ist,

dass neben diesen klassischen Attributen

ihr „Hunde:Wohnen“ so menschenähnlich ist.

Küche: Näpfe und Futter. Im Kühlschrank „ihr“ Quark.

Badezimmer: Allergie-Shampoo und Hundehandtücher.

Garderobe: Leine und Vorrat an K-Beuteln.

Wohnzimmer: Schlafkorb und ihr Schmusetier.

Medizinschrank: Zeckenmittel, in die Jahre gekommene Medikamente.

Speicher: „Hunde:Reise:Tasche“

Auto: Korb, Decken, Wasserflasche, Leckerli:Dose, Leine, K:Beutel.

Keller: Vorräte an Nass- und Trockenfutter.

Tief berühren die alltäglichen Fundstücke:

sie durfte immer die Quarkschachteln auslecken.

Davon liegt noch eine unter dem Sofa.

Bringe es nicht übers Herz das wegzuräumen.

Hinter den Koffern auf dem Speicher befindet sich der Schutzkragen.

Mir war klar, dass der Hund kameradschaftlich mit im Haus lebt.

Das sie jedoch in den alltäglichen Dingen mit uns so ähnlich verbunden war,

ist erst im Wegräumen so spürbar.

Es ist wie ein Auszug.

Der Hund wohnt nicht mehr hier.

8 Kommentare zu „Hunde:Sachen

  1. Es ist Liebe, egal ob Mensch oder Tier. Und immer, wenn wir an sie denken, ist diese Liebe wieder da. Da ist auch Schmerz, das stimmt. Aber auch dieser Schmerz ist nichts anderes als Liebe. Du hast eine wunderschöne Art, dies alles in Worte zu fassen.

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