vom kränken

Wie selten höre oder sage ich den Satz: “ das kränkt mich.“

Gekränkt zu sein ist eine altbackene Gefühlsbeschreibung

Heutzutage haben wir Konflikte, Krisen und Störungen.

Wir werden gedisst, gemobbt und gebosst.

Ist nicht eine Kränkung oft der Beginn einer schwärenden Wunde,

unbemerkt, langwierig und krankmachend?

Stattdessen haben wir “ Rücken“ oder “ Kreislauf“ und vieles andere.

Kränkungen sind im Leben nicht zu verhindern.

Die Frage lässt sich so formulieren:

„wie ist einer Kränkung die Macht zu nehmen?“

Ein paar Ideen dazu kann ich bergen:

  1. meine empfindlichen Seelen:Stellen identifizieren
  2. meine typischen Reaktionen protokollieren
  3. den gesamten Konflikt mal nüchtern betrachten
  4. das Körnchen Wahrheit aufspüren
  5. die erlebte Kränkung vor mir selber ernst nehmen
  6. mit Hilfe von anderen neue Lösungswege betreten

“ was unser Leben so erschwert, ist oft nichts anderes als die Leichtigkeit, mit der wir einander weh tun.“

Ernst Ferstl, Dichter aus Österreich

7 Kommentare zu „vom kränken

  1. Ich gehöre zu den altmodischen Menschen, die noch sagen, wenn sie sich gekränkt fühlen. Trotz deiner wichtigen Ideen dazu, wie man Kränkungen – ich sage auch „Verletzungen – die Macht nehmen kann: Zuerst tun sie mal weh.

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  2. Immer wieder erstaunt mich die Weisheit in der Sprache: ich weiß nicht, ob es in Deutschland auch üblich ist, aber in Österreich sagt man „ich habe mich gekränkt über etwas“. Da steckt die große Wahrheit drinnen, dass wenn man etwas als Kränkung auffasst man sich selbst kränkt = krank macht.

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    1. Den Ausdruck gibt es nicht. Aber darin steckt sehr gut
      die eigene “ Aktivität “ die Kränkung in sich aufzunehmen.
      Die psy. Definition ist:
      Kränkung ist eine Interaktion. Es gibt den/die Kränkende, den/die Gekränkte und die Kränkungsbotschaft.
      Ich finde, das alles hilft die Kränkung zu entmachten.

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