himmel:farb:ton

In einem Museum im fernen französischen Hinterland gab es eine Ausstellung. Orte und Namen sind mir längst entfallen. Eine Kunst:Arbeit rührte jedoch tief. Ein Maler malt den Himmel. Tag und Tag. Auf Schieferplatten, die im verfallenen Nachbarhaus zur Genüge herum liegen. Steht man vor den „Farben des Himmels“ ist der erste Eindruck: „wie unrealistisch ist das denn!“

Indem man verweilt, sich Tafel um Tafel zu Gemüte führt, beginnen sich Erinnerungsbilder zu formen. Ja, ein kalter Herbstabend kann rosa sein, der Sommerhimmel an meinem Geburtstag ist vom knalligsten Blau, das die Welt kennt.

Mich rührt die Idee. Mich rührt das Material. Mich rührt das „tagumtag“. Mich rührt es, in den Himmel zu schauen und seine Farbigkeiten zu ergründen und festzuhalten. Mich rührt heute am meisten, dass der Himmel immer da ist.

7 Kommentare zu „himmel:farb:ton

  1. Toll ! Danke dass du das geteilt hast …..
    Berührt mich auch gerade sehr 🙂

    Und so oft ist es für uns so selbstverständlich dass der Himmel immer da ist und dass er immer so herrlich bunt ist und dabei ist er jeden Tag so wundervoll einzigartig und neu 😍

    Was für ein toller Sonntagsgedanke 😘

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  2. Auch mir gefällt diese Idee! Ja, der Himmel hat viele Gesichter, der Himmel ist immer da und die Sonne geht jeden Tag auf, auch wenn wir sie manchmal nicht sehen können! Ich habe das Gefühl, dass der Himmel und die Sonne bald die einzig konstante im Leben sind. Wir Menschen sehnen uns nach Beständigkeit, aber wo kann man sie heutzutage noch wirklich finden, wo sich alles so rasant verändert? Da sollten wir wohl öfters gen Himmel blicken, dort oben, kann man sie noch finden …

    Vielen Dank für deinen Besuch auf meiner Seite & liebe Grüße
    Sella

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  3. Im Zuge meiner Suche nach in der Vergangenheit malerisch Tätigen für einen meiner Kurzromane stieß ich auf Ludwig von Hofmann (1861-1945), der seinerzeit als Vorreiter einer neuen Art zu malen betrachtet wurde; er wurde von einem Zeitgenossen „Farbenseher“ genannt, weil er Himmel, Gewässer und Landschaften nicht in festgeschriebenen Farben malte, sondern so, wie er sie sah. Zitat aus Kindlers Malerei Lexikon Band 7: „Ein heller Himmel über blauer See und lila Wolken kann grünlich sein.“

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