Jahres:Essenz 1- CharakterNAVI

Wir fahren durch eine unbekannte, hügelige Landschaft. In der Ferne können wir auf einem Hügel unser Ziel erkennen. Natürlich arbeitet das NAVI mit, lautlos und doch präsent. Es lotst uns auf mehr als unebene Schotterpisten. Das zuvor gesehene Ziel:Dorf nun im Rückspiegel. Die Achsen des Autos quietschen unleidlich.

Landschaftlich ist es wunderschön, wir entdecken eine Brücke aus der Römerzeit. Ein Fuchs läuft einige Meter mit uns die Straße entlang. Jedoch, – ziellführend kommt uns das alles nicht vor. Unsere Theorie ist, dass das NAVI uns überraschen und verwöhnen möchte. Dass es eigenständig Entscheidungen trifft für Routen, von denen es denkt, sie würden uns gut tun. Recht hat es!

Sinniere vor mich hin: „Wenn ein technisches Gerät funktioniert, dann ist es ein Werkzeug. Wenn es Fehler macht, wird es „menschlich!“

Wir beschließen, das charaktervolle NAVI tun zu lassen, was ihm gut erscheint. Nehmen es auf in die Menagerie von Dingen im Leben, die unperfekt sind und uns darum umso mehr ans Herz wachsen.

Meine Jahres:Essenz: Perfektionismus ist langweilig!

Advent 23 – Wann fängt Weihnachten an?

„Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt, wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt, wenn der Laute bei dem Stummen verweilt, und begreift, was der Stumme ihm sagen will, wenn das Leise laut wird und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos, das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht, und du zögerst nicht, sondern du gehst, so wie du bist, darauf zu, dann, ja, dann fängt Weihnachten an.“

von Rolf Krenzer (https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Krenzer)

Advent 22 – Maronen/Kastanien-Chutney

 

Zutaten:

4 große gewürfelte Zwiebeln, 1 gewürfelte Fenchelknolle, 3 EL Olivenöl, 200g gewürfelte Esskastanien, 60g Zucker, 100 ml Sherry, 100ml Apfelessig, Salz und Pfeffer, Prise Chili, gute Prise Ingwer.

Zubereitung:

  • Zwiebeln und Fenchel im Öl glasig dünsten
  • Kastanien, Zucker, Sherry, Essig und Gewürze unterrühren
  • Auf kleiner Flamme köcheln, bis es eingedickt ist. Kräftig abschmecken, ist das Chutney zu flüssig kannst Du einen TL Gelierzucker unterrühren, ist es zu dickbreiig, kannst Du mehr Apfelessig dazugeben.
  • in frisch ausgewaschene Gläser abfüllen, durch den Zucker und Essig ist ein Chutney ca. 6 Monate haltbar.
  • Es schmeckt sensationell zu Käse, zu kräftigem Fleisch und manchen sogar als Frühstücksaufstrich!

Advent 21 – vom Himmel hoch, da komm´ich her

In meinem Zimmer steht eine Engel:Parade. Ich mag die frechen, dicken Engel am liebsten. Es gibt so viele Spiel:Arten von Engeln. Im nächsten Advent lasse ich jeden Tag einen Engel „erscheinen“, bis die beachtliche Gruppe von 24 Putten aller Arten zusammen stehen und es Weihnachten ist.

Engel sind den Menschen wohlgesonnen, beschützen die menschlichen Körper und Seelen und sind die Verbindung zu der unsichtbaren Welt. Das ist eine perfekte Verbindung während der Dezember:Reise zum dunkelsten Moment des Jahres und zu dieser ersten Sekunde, wenn das Tageslicht länger ist als die Dunkelheit.

Advent 19 – Mein Hund im "Weihnachts:Stress"

Mein Hund im Weihnachtsstress

1. Dezember: Irgendwas ist anders. Es stehen gebundene Stöckchen aus dem Wald mit vier brennenden Teilen auf dem Tisch. Das hab ich schon mal gesehen…Oh nein, es ist schon wieder Advent! Ich brauche dringend Geschenke für meine Menschen.

Letztes Jahr habe ich einen Ball im Wald gefunden. Den hab ich unauffällig mit nach Hause genommen. An dem Abend, an dem meine Menschen einen ganzen Baum ins Wohnzimmer gestellt haben, habe ich ihn stolz präsentiert. Das haben die aber nicht verstanden. Haben ihn mir immer wieder zurückgeworfen. Mach mal als Hund klar, dass der Ball für SIE ist!

7. Dezember: Es muss diesmal was anders sein. Aber was? Ein Stöckchen? Ein schöner Stein? Eine Wurzel? Mal sehen, was ich so auftreiben kann.

15. Dezember: Meine Mittel als Hund sind begrenzt. Kann nicht in so einen bunten Laden rennen und was mitnehmen. Taschengeld kriege ich nicht. Ohne Moss ist auch beim Hund nix los.

17. Dezember: Habe heute endlich ein Geschenk gefunden: einen traumhaften Stock. Man kann ihn werfen, daran knabbern oder ihn dekorativ ins Wohnzimmer stellen. Da werden sich meine Leute total freuen. Aber ich muss das Ding irgendwo verstecken. Sie sollen ihr Geschenk nicht vor dem großen „Baum-im-Wohnzimmer-Tag“ finden. Wo nur?

18. Dezember: Schnell mal nach dem Spaziergang in den Garten sprinten. Unauffällig den Stock hinter dem Berg Kaminholz verstecken. Das finden die nie. Hui, das wäre dann geschafft.

19. Dezember: Schreck! Ich brauche mindestens ZWEI Geschenke. Der doofe Dackel von Gegenüber hat mir einen Tipp gegeben: halte dich ein paar Tage beim Essen zurück, sammle die Hundekuchen, in eine hübsche Leckerli-Box gepackt und unter den Baum damit! DAS KANN ICH NICHT, fasten!!!!. Besorge lieber noch ein Stöckchen.

24. Dezember: Seit heute steht der Baum im Wohnzimmer. Alle rennen schon die ganze Zeit drumherum und hängen Sachen dran. Sieht verlockend aus, würde gerne was klauen und damit spielen. Aber das haben sie mir schon als ich klein war erklärt: Dieses Spielzeug ist tabu. OK, ist vielleicht ihr Lieblingsspielzeug.

24. Dezember, 17.30 Uhr: So langsam wird’s dunkel draußen. Jetzt müsste ich dringend meine Geschenke rein holen. Aber keiner macht die Tür auf. Ich drängle, renne zur Tür, wedle ein bisschen: „Hallo Menschen, ich will in den Garten. Ich muss mal!“ Endlich hat mein Frauchen es gemerkt und macht mir die Tür auf. Aber nein! Sie bleibt wartend an der Tür stehen. Sie soll es doch nicht sehen. Werde mir mal ein bisschen Zeit lassen. Rumlaufen. schnüffeln, ein wenig mit der Pfote scharren, und…Ha, sie ist drin. Jetzt nix wie hin zum Versteck. Stöckchen sind noch da!

24. Dezember, 17.50 Uhr: Ich nehme sie mit rein und sause gleich durch ins Wohnzimmer. „Hey Süße, was bringst Du denn da?“ Sie freuen sich, juchu. Da bin ich aber froh. Sie halten die Stöckchen fest und zeigen sie sich gegenseitig. So soeht Weihnachtsfreude aus. Wuff, das wäre geschafft. Ist aber auch immer ein Stress mit den Geschenken.

Frohe Weihnachten, Euer Hund

Advent 18 – Xocolatl

Zutaten für eine große Tasse

250 ml Milch, ein TL Kakao, ein TL Zucker,   Prise Zimt, etwas geriebene Muskatnuss  

Zubereitung: Zucker und Kakaopulver in einen Topf geben, mit etwas von der Milch zu einer glatten Masse verrühren und erhitzen. Wenn eine Paste entstanden ist, restliche Milch dazugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren und bis fast zum Kochen weiter erhitzen. Nach Geschmack weiter würzen. Fertig!

Advent 17 – Segen

Was bedeutet das Wort SEGEN in meinem Leben?

In der Kindheit segnet meine Mutter die Stirn von uns Kindern und wünscht uns wohlbehütet durch die Nacht zu kommen. Eine segensreiche, beschützende Gebärde.

Ebenso segnet meine Mutter jedes Brot, bevor sie es anschneidet. Eine segensreiche, Dankbarkeit ausdrückende Geste.

Ziel ihres Segens bzw. Segnens ist Schutz und Dankbarkeit auszudrücken, rituell verstärkt in der Anbindung an eine Gebärde.

Es gibt wundervolle Ausdrücke, dieser Arbeitsplatz ist ein Segen für ihn, ein Geld:Segen regnet herab und wir werden belohnt durch einen großen Ernte:Segen. Ich wünsche einen Reise:Segen und spreche einen Tages:Segen aus. Möchte das verlorene gegangene Wort in mein Leben zurückholen, möchte unbefangen eine Geste ausführen, um jemandem Schutz angedeihen zu lassen, Dankbarkeit auszudrücken. Fühle mich heimisch im NAMASTÉ, als Leihgabe einer anderen Kultur. Meine Seele grüßt Deine Seele. Möge ein Segen über Deinem heutigen Tag liegen.