Advent 5 – Chili:Koriander:Kakao

Der 5. Tag des Advents. Die frostige Nacht ging in ein klaren, kalten Tag über. Wir haben den Holzvorrat endlich fertig aufgesetzt. Der Kamin ist grundgereinigt. Zum aufwärmen und feiern gibt es einen Kakao!

Zutaten für 2 Portionen: 400 ml Milch, 2 EL Kakaopulver, eine Prise gemahlener Koriander, 1/4 TL Chilipulver, nach Geschmack  Zucker.

Zubereitung: Kakaopulver, Zucker, Koriander und Chili-Pulver in die Milch einrühren. Kurz aufkochen und in dickbauchige Tassen einfüllen. Trinkfertig!

Advent 4 – Barbarazweig zum Café

Der Advent ist purer Duft.

Es ist der 4. Tag, der Barbaratag. Auf der Obstwiese habe ich mir ein paar Kirschzweige abgeschnitten und in eine Blumenvase gestellt. Wenn die Blüten zu Weihnachten erscheinen, liegt ein Segen über dem kommenden Jahr.

Aus dem Kaffeetrinken mache ich mir eine weihnachtliche Geschmacks:Zeit.

Wenn Du Kaffee kochst, nimm ein Gewürz Deiner Wahl und gib‘ es in das Kaffeemehl. Alles weitere wie Du es gewohnt bist zubereiten. Besondere Zutaten, die ich Dir empfehlen kann: Prise Muskat, Zimt und/oder zerstossenen Kardamom Oder 2 Messerspitzen Ingwer oder eine gute Prise Lebkuchengewürz. Einzeln oder bunt gemischt, – alles eine Geschmacks:Sache.

Mein Tipp: Wer Zucker im Café trinkt, kann sich den Zucker genauso aromatisieren: in eine verschließbare Dose den Zucker einfüllen, das jeweilige Wunsch:Gewürz dazugeben und in Ruhe lassen. Bis Du es benötigst. So geht ja auch Vanillezucker selber machen! Natürlich kannst Du Dir auch die Cafémilch so aromatisieren. Alle drei Wege führen zu einem Duft:Café!!!

Advent 3 – entschwundene Tage

entschwundene Tage

Bei allem Glanz der Adventszeit reißt sie auch an meinem Herzen. Entschwundene Rituale, die nicht mehr wiederholbar sind. Nie mehr mit dem Vater in den Wald, um Tannengrün und Moos für die Krippe zu holen. Nie mehr in der Hexenküche der Mutter Unmengen an Plätzchen zu backen. Nie mehr im vollständigen Kreis von Familie und FreundINNEN feiern. Heute fehlen mir die, die nicht mehr da sind.

Advent 2 – Rührei mit Cocktail-Tomaten

Mein Advent ist kulinarisch. Zeit nehmen zum genussvollen Essen. Langsam zu essen verlangsamt die Zeit. Es ist der 2. Tag des Advents.

Zutaten für zwei Personen:

4 Eier, Salz, Pfeffer, Prise Cayennepaprika, 4-5 EL Milch, 1 EL Schmand, etwas Butter, 6 Cocktailtomaten, 2 EL frische Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

Die Eier mit der Milch, Schmand und den Gewürzen kräftig verquirlen. Die Tomaten halbieren. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und die Eiermasse hinein geben. Die Tomatenhälften achtsam in die Masse legen. Wichtig ist es , alles auf kleiner Flamme stocken lassen. Vorsichtig aus der Pfanne auf einen schönen Teller gleiten lassen und servieren. Lecker mit einem frischem Feldsalat und getoastetem Dinkelbrot.

Advent 1 – der Knoblauchquark

Zeit zum essen nehmen

Ich nehme mir die Zeit, einen Knoblauchquark zuzubereiten. Kaufe ein knuspriges Brot. Esse still:verheitert. Freue mich des Tages. Er schmeckt mir. Es ist der erste Tag des Advents 🕯

Knoblauchquark

Zutaten für 4 Portionen:

250g Quark, 3 EL Schmand, 1 EL feingeriebene Rote Bete, eine Messerspitze Senf, Salz, Pfeffer, Spritzer Zitronensaft, eine Knoblauchzehe

Zubereitung Alle Zutaten mit einem Schneebesen kräftig durch rühren. Gerade Senf und Zitrone geben diesem Quark seine besondere Note. Zum Servieren in eine schöne Schüssel geben, mit frischem Pfeffer oder etwas Schnittlauch dekorieren.

auf Papier geschrieben

mein erster post, nun geschrieben auf Papier

Finde gestern das perfekte Notizbuch. Seit Beginn meiner Schreibarbeit „diamant:wörter“ suche ich nach einem schönen Weg, meinen Wörter auch analog einen Rahmen zu geben. Notizbücher, Vorschreib:Zettel, gescheiterte Tagebuch:Versionen, Ausdruck in DIN A 5 und DIN A 4, nichts paßte. Zweimal geriet ich in ein selbstgemachtes Lektorat und verwebte verschiedene Texte miteinander. Alles in allem produzierte ich immer mehr Wörter auf immer mehr Papier und kam zu keinem guten Ergebnis. Bis gestern.

Das Notizbuch ist alltäglich. Noch im Regal liegend rief es mir zu: „hej, ich passe zu dir!“ Rasch überschlug ich die Anzahl meiner Texte mit der Anzahl der Buchseiten. 6 Notiz:Bücher liegen auf dem Schreibtisch. Mit Füller werde ich alles chronologisch erneut aufschreiben. Ich brauche das Berühren von Papier, den Blick auf meine Handschrift. Das ist warm und innig. Toll, dass ich mit WORDPRESS mich geschwind und digital zum Ausdruck bringen kann. Bleiben werden schlußendlich diese Bücher aus meinen Diamant:Wörtern.

Der tote Winkel

raus aus dem toten Winkel

Mein Blick:Winkel in die Welt ist ausgerichtet, mir die Welt aus Sicht der anderen zu erklären. Er ist nicht frei und weit:winkelig.

Ich stehe im toten Winkel. Der Über:Blick ist mir abhanden gekommen, habe das ungute Gefühl, ich sehe etwas nicht und werde nicht gesehen.

Der tote Winkel ist ein geheimnisvoller Ort und wer darin verloren geht, ist unsichtbar, ohne es zu sein. Wirkungslos im toten Winkel zu winken, zu rufen, auf jede erdenkliche Art sich bemerkbar zu machen.

Trete ich nicht einen Schritt aus dem Winkel hinaus, bleibt es Gezappel auf der Stelle. Muss etwas vor:gehen/nach vorne gehen, um wieder ein Sicht:Feld zu erhalten.

Schreib:Tisch

Schreib:Tisch in action!

I had a dream, – den Traum eines eleganten, kleinen Schreibtisches. An selbigem sitze ich, ebenfalls elegant, und schreibe in schönster Schrift auf bestem Papier.

Meine Schreibtische sind in Wahrheit Multifunktions:Tische. Kommt das eine drauf, muss das andere weichen.

Am Jugendschreibtisch, eine Modernisierung in den 70iger Jahren, schleppe ich mich durchs Abitur. Am Resopalküchen-WG-Tisch schleppe ich mich durchs Examen. Der riesige Birnenholzschreibtisch für LinkshänderINNEN (ein runder Auszug auf der rechten Seite!) trägt mich durch die berufliche Selbständigkeit. Einen uralten Küchen:Tisch schleppe ich mit meiner Schwester im Jahr 2015 aus einem französischen Second-Hand-Laden. Ein motivierter Schreiner ohne Farb:Gefühl restauriert ihn. Aktuell scheint das der Höhepunkt meiner Schreib:Tisch:Reise zu sein. Die PC-Anlage nimmt 20% in Beschlag. Fast jeden Tag räume ich den Tisch leer, damit meine Augen sich ausruhen können. Für größere Arbeiten ist er zu schmal und so packe ich die Weihnachtspakete auf dem Fußboden.

Ob es einen perfekten Tisch gibt? Will ich einen solchen Alleskönner? Einen Tisch nur zum Schreiben benötige ich wohl garnicht. Das ist nur eine weitere Selbst:Wunsch:Vorstellung. Ich kann überall schreiben und Pakete verpacken.

To-Do-Wolken ziehen lassen

Zu Beginn einer Meditation setzen wir unsere Gedanken auf imaginäre Wolken und lassen sie ohne An:Spannung ziehen. Warum diese Technik nur zur Meditation nutzen, wenn sie auch im Alltag den Druck rausläßt?

Ich setze meine Aufgaben:Agenda während des Tages auf üppig quellende Wolken. „Zieht dahin und davon ihr To-Do´s, … Karte schreiben, Brot kaufen, Mail versenden, Tannengrün schneiden, Blumen gießen, Nachbarin anrufen, Tintenpatrone nachfüllen, Wäsche sortieren, Skript fertigstellen, Menü planen, …“

Der springende Punkt ist mein Vertrauen, alles Wichtige zum richtigen Zeitpunkt tun zu werden und zu können. OM.